Wüste Geschichte zum Ursee

Der Ursee hat schon für viel herhalten müssen, da macht ihm auch die neue wyst(isch)e (nicht mystische) Story nichts aus: Im Hochschwarzwaldkurier vom 17.Sept. 2014 findet sich ein Artikel von Lutz Franz über den Ursee: der unheilvolle Fluch vom Ursee. Das ist so dumm wie ein misratender Schulaufsatz und strotzt nur so von Un- und Halbwahrheiten, außerdem täuscht der Autor Dinge vor, die nachweislich nicht richtig sind.

1. Der Ursee ist für Wanderer nicht zugänglich. Man kann ihn  nur aus der Ferne sehen, weil er sich vor dem Besucher durch ein unzugängliches Moor schützt. Der Weg führt um den See und nicht dahin.

2.  Der Ursee wird nicht von einer unterirdischen Quelle, sondern von Zuflüssen gespeist, dem Bach von den Holzmatten her kommend das Tal hinter (oder vor) dem Ursee durchzieht, von dem Raitenbucher Bach, außerdem dem Bach, der so kunstvoll mit einer Brücke bei der Renovierung der Raitenbucher Strasse überquert wurde.

3. Bei der Geschichte mit dem Bauern und seinen Ochsen unterlaufen dem Autor schwere Fehler in der Grammatik. Er macht nicht klar, wo die Sage aufhört und die reale Geschichte anfängt. Dadurch wird Geschichte, was in Wahrheit nur Sage ist. An Sagen von Elfen und Hexen glaubt heute sowieso niemand mehr, es sei denn, es ist Fasnet, und solche Stories im September sind einfach nur dumm.

4. Die Verbindung zum Titisee ist Humbug. Sie verläuft über den Berg und nicht unter diesem. Im Schwarzwald gibt es keine Karsthöhlen

5. Eine Bärenhöhle ist ein wiederkehrendes Tourismusmotiv. Wenn der Autor  für den Artikel Geld erhalten hat, kann man so eine Story nachempfinden, aber da Bären auch im Hochschwarzwald schon vor langer Zeit ausgestorben ist, kann jede Höhle als Bärenhöhle herhalten, ohne dass man lügen muss.

6. Gekrönt wird der Unsinn von einer unsäglichen Fotomontage, bei der sich ein gehörnter Ungeist mit klaffendem Gebiß aus dem Wasser des Ursees reckt. Da geht dem Autor seine Phantasie durch. Moderne Gruselfilme mögen Pate gestanden haben, aber keine Sage oder Legende, von denen dann doch nichts übrig bleibt außer den Ochsen, die im See versinken.

Das kann sogar wahr sein, wie heute ein sogenanntes moortaugliches Spezialfahrzeug, das die Baumstümpfe in Kahlschlag zerfräsen wollte, dabei fast versunken wäre und nur in letzter Minute durch Schlepperkraft davor bewahrt wurde.

Dieser Artikel macht keine Lust auf weitere Schriften des Autors, Ich empfinde ihn als widerlich.

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