Schlagwort-Archive: Urseetal

Hellgraue Holzeule – Lithophane ornitopus

Am dritten Tag des Köderns gab es eine weitere Eule aus der Unterfamilie Xyleninae: Die Hellgraue Holzeule (Lithophane ornitopus). Diese Eule schlüpft schon im September, hat dann, wenn es ganz kalt wird, Winterruhe und wacht wieder auf, wenn es wärmer wird.

Agonopterix heracliana- Ein Kleinfalter

Agonopterix heracliana (kein deutscher Name)

Dieser Falter tauchte Anfang Februar bei mir im Zimmer auf. Vom Bild her passte er am besten zu Agonopterix angelicella und als möglichen angelicella habe ich ihn im Lepiforum vorgestellt. Von einem der Depressarini-Fachleute wurde Agonopterix bestätigt, für weitere Aussagen wurde der Falter benötigt. Einige Tage später konnte ich das Tier fangen. Ich habe es dann zur Bestimmung weggeschickt. Es wurde ganz schnell als Agonopterix heracliana identifizert, einer Grasminiermotte aus der Unterfamilie der Depressariinae, der von Juli bis Mai fliegt. Im Hochschwarzwald ist er früher beobachtet worden, aber seit fast 30 Jahren nicht mehr.

Erstes Ködern

Gestern habe ich erstmals Köder benutzt, um Nachtfalter anzulocken. Das hat ganz gut funktioniert, außer dass es mir schnell zu kalt wurde. So habe ich nach sechs Faltern abgebrochen. Zwei Arten konnten bestimmt werden: Heidelbeer-Wintereule (Conistra vaccini) und die Satellit-Wintereule (Eupsilia transversa). Die erste habe ich vorher schon fotografiert, die Satellit-Wintereule ist neu.

Heidelbeer-Wintereule (Conistra vaccini)
Satellit-Wintereule (Eupsilia transversa)

Interessante Insekten

Bei der Falterwanderung heute (19.08.2016) war es zu dunkel und kalt, als dass die ganze Falterpracht zu sehen war. Dafür aber bekamen wir heute einige Insekten zu sehen, die nicht alltäglich sind. Die Wanze taucht unter “Bilder von Wanzen” nicht auf , auch nicht in der Insektenbox, wo viele Wanzen beschrieben werden. Zu Hause saß dann ein großer Mochusbock an der Wand: Der Kabelschacht auf dem ersten Bild ist 2,8 cm breit, der Käfer ist etwa so lang ohne Fühler. Insgesamt ist er ein beachtliches Tier.

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Larve der Purpur-Fruchtwanze (Carpocoris purpureipennis)

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Mochusbock – Aromaria moschata (hier mit Blitz)

Falter waren heute auch zu sehen: Sehr frisch Rotkleebläuling und Hauhechelbläuling, auch die Trauermäntel fliegen in der neuen Generation.

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Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus

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Rotklee-Bläuling – Polyommatus semiargus

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Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus

Trauermantel - Nynphalis antiopa
Trauermantel – Nynphalis antiopa

54. Falter: Großer Kohlweißling — Pieris brassicae

Wir hatten es schon vermutet, heute ist es durch Foto belegt. Es gibt im Urseetal den Großen Kohlweißling – Pieris brassicae.

großer Kolhweißling -  Pieris brassicae
großer Kolhweißling – Pieris brassicae

Der Falter ist nicht gefährdet, aber da er sehr selten geworden ist, sollte er unbedingt beschützt werden.

Kurzschwänzige Bläuling — Cupido argiades — 53. Falterart im Urseetal

Wir hatten ihn schon im Mai in Kappel oberhalb der Gutach beobachtet. Nun auch im Urseetal. DieserFalter kommt eigentlich hier nicht vor, er ist jedenfalls noch nie in Lenzkirch und Umgebung gesehen worden. Daher ist die Tatsache von zwei Fundmeldung kurz hintereinander eine große Überraschung. Zwar ist das Foto nicht ganz scharf, aber die Färbung ist eindeutig und der kurze Schwanz ist auch abgebildet.

Cupido argiades -- Kurzschwänzuger Bläuling
Cupido argiades — Kurzschwänzuger Bläuling

Weibchen des Kurzschänzigen Bläulings -- Cupido argiades
Weibchen des Kurzschänzigen Bläulings — Cupido argiades

Der Falter steht auf der Rote Liste als besonders gefährdet.

Er vermehrt sich angeblich und weitet sein Verbreitungsgebiet aus. Es ist sehr befriedigend, das mit zu dokumentieren.

Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge, Brennnessel-Zünsler, und der erste Lilagold-Feuerfalter in diesem Jahr

Beim Spaziergang am Moor heute nachmittag haben wir erfreuliches beobachtet: Die Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge haben wir noch nie gesehen, genauso wie den Brennnessel-Zünsler. Außerdem konnten wir diesem Jahr den ersten Lilagold-Feuerfalter finden.

Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge -- Saturnia pavonia
Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge — Saturnia pavonia

Die Raupen sitzen auf Mädesüß, das es ja im Urseetal in großen Mengen gibt.

Brennnessel-Zünsler -- Anania hortulata
Brennnessel-Zünsler — Anania hortulata

Dieser kleine Nachtfalter hing bei viel Wind an dem kleinen Halm und wurde hin und her geschüttelt.

Lilagold Feuerfalter - Lycaenae hippothoe
Lilagold Feuerfalter – Lycaenae hippothoe

Quendelbläuling (Pseudophilotes baton) der 52. Falter im Urseetal

Beim Beobachten vom Hochmoor-Perlmutterfalter (wenigstens 6 Exemplare) saß auf einmal ein Bläuling bei uns. Das Foto zeigte eindeutig, dass es sich nicht um den Hauhechel-Bläuling handelte. Das Lepiforum.de bestätigte, es ist Pseudophilotes baton, der Westliche Quendel-Bläuling.

Dieser Falter ist seit Beginn der Aufzeichnungen nie in Lenzkirch gefunden worden, er steht auch nicht im Invertar des Ursee-Naturschutzgebietes. Er ist besonders geschützt laut Bundesartenschutzverordnung und gilt als stark gefährdet nach der Roten Liste. Die nächsten Funde waren 2011 in Titisee-Neustadt, 2004 in Feldberg und 2010 in St. Blasien. Also etwas ganz besonderes.

Quendelbläuling - Pseudophilotes baton
Quendelbläuling – Pseudophilotes baton

Quendelbläuling - Pseudophilotes baton
Quendelbläuling – Pseudophilotes baton

Oberseite (Foto von Sigi Kognitzki)

Quendelbläuling
Quendelbläuling, die (symmetrischen) schwarzen Flecken sind charakteristisch

Zum Verleich einen Hauhechelbläuling:

Hauhechelbläuling - Polyommatus icarus
Hauhechelbläuling – Polyommatus icarus

Dieser Falter hat einen weißen “Wisch” auf der Unterseite des Hinterflügels (und keine schwarzen Flecken auf der Vorderflügeloberseite).

Neuer Falter (51.) im Urseetal: Carterocephalus palaemon – Gelbwürfeligen Dickkopffalter

Beim Spaziergang heute morgen haben wir einen Dickkopffalter fotografiert, den wir noch nie gesehen haben. 2015-05-23_FalterRaupen (4 von 31) 2015-05-23_FalterRaupen (5 von 31)2015-05-23_FalterRaupen (8 von 31)

Carterocephalus palaemon - Gelbwürfeliger Dickkopffalter
Carterocephalus palaemon – Gelbwürfeliger Dickkopffalter

Bestätigt wurde im Lepiforum.de, dass es sich tatsächlich um den im Schwarzwald seltenen Gelbwürfeligen Dickkopffalter – Carterocephalus palaemon handelt.

Zuletzt wurde der Falter von Stefan Hafner im Jahre 1999 in Lenzkirch beobachtet, sonst gibt es Funde in Ühlingen, Todtnau, Löffingen.

Ichneumon stramentarius (Schlupfwespe) am Holzstumpf

Heute habe ich dieses Tier gefunden. Ich habe in Diptera.info nach dem Namen gefragt. Mit den weißen Streifen auf dem Fühlern sieht es fast so aus, das Tier sei an den Fühlern verletzt und die Fühler seien mit Verbandstoff verbunden :).

Edit: Es handelt sich um eine Schlupfwespe. Kein deutscher Name. Verwechslung möglich