Archiv der Kategorie: Rote Liste

Biberalarm!

Seit diesem Jahr hat sich ein Biber im Urseetal niedergelassen. Wer sich gewundert hat, warum die Wiesen südlich des Urseebaches voll unter Wasser stehen, warum der Urseebach so breit geworden ist, der findet hier die Erklärung. Einige starke Bäume zeigen Fressspuren, wie sie im Buche stehen und es wird nicht lange dauern, bis die Bäume ganz gefällt sind. Unsere Förster haben schon vorgesorgt und eine Stauung und einen Überlauf gebaut, so dass ein

2016-04-03Biberalarm-5 bleibender Wasserspiegel möglich ist. Dadurch wird das Urseetal noch mehr ein Paradies für Frösche, Reptilien, Insekten und Vögel. Was mit dem Kahlschlag begann, wird jetzt durch den Biber vollendet. Wir wollen hoffen, dass es zwei Biber werden, die sich fortpflanzen. Da auf der landwirtschaftlichen Seite nur eine sowieso sehr feuchte Wiese unter Wasser gesetzt wird, besteht auch keine Sorge, dass das Tier vergrämt wird. Freuen wir uns den Biber.

56 Tagfalterarten im Urseetal

Im Urseetal:

Pyrgus Malvae — Kleiner Würfeldickkopffalter
Erynnis targes — Dunkler Dickkopffalter
Thymelicus lineola — Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter
Thymelicus sylvestris — Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter
Ochlodes sylvanus — Rostfarbiger Dickkopffalter
Hesperia comma — Komma-Dickkopffalter
Carterocephalus palaemon — Gelbwürfeliger Dickkopffalter

Aporia crataegi — Baum-Weißling
Pieris brassicae — Großer Kohlweißling
Pieris rapae — Kleiner KohlweißlingPieris napi — Grünader-Weißling
Anthocharis cardamines — Aurorafalter
Gonepteryx rhamni — Zitronenfalter
Melanargia galathea — Schachbrettfalter
Colias crocea — Wander-Gelbling, Postillon

Lycaena hippothoe — Lilagold-Feuerfalter
Lycaena alciphron — Violetter Feuerfalter
Lycaena phleas — Kleiner Feuerfalter
Lycaena tityrus — Brauner Feuerfalter
Thecla betulae — Nierenfleck-Zipfelfalter
Satyrium w-album — Ulmen-Zipfelfalter
Callophrys rubi — Grüner Zipfelfalter

Cupido minimus — Zwerg-bläuling
Cupodo argiades — Kurzschwänziger BläulingPolyommotus semiargus — Rotklee-Bläuling
Pseudophilotes baton — Westlicher Quendel-Bläuling
Polyommatus icarus — Hauhechel-Bläuling

Papilio machaon — Schwalbenschwanz

Argynnis paphia — Kaisermantel
Argynnis aglaja — Großer Perlmutterfalter
Argynnis adippe — Feuriger Perlmutterfalter
Argynnis niobe — Mittlerer Perlmutterfalter
Brenthis ino — Mädesüß-Perlmutterfalter
Boloria aquilonaris — Hochmoor-Perlmutterfalter
Boloria titania — Natterwurz-Perlmutterfalter
Boloria selene — Braunfleckiger Perlmutterfalter
Boloria euphrosyne — Silberfleck-Perlmutterfalter
Boloria eunomia — Randring-Perlmutterfalter

Nymphalis antiopa — Trauermantel
Nymphalis io — Tagpfauenauge
Vanessa cardui — Distelfalter
Vanessa atalanta — Admiral
Apatura iris — Großer Schillerfalter
Araschnia levana — Landkärtchen
Nymphalis C-album — C-Falter
Nymphalis urticae — Kleiner Fuchs

Melithea athalia — Wachtelweizen-Scheckenfalter
Melithea diamina — Baldrian Scheckenfalter

Aphantopus hyperantus — Schornsteinfeger
Pararge aegeria — Waldbrettspiel
Lassiomata meara — Braunauge

Coenonympha pamphilus — Kleiner Wiesenvögelchen
Coenonympha glycerion — Rotbrauner WiesenvögelchenManiola jurtina — Großes Ochsenauge

Erebia ligea — Weißbindiger Mohrenfalter
Erebia meolans — Gelbbindiger Mohrenfalter

 

sind am 29.01.2016 56 dokumentierte Tagfalter im Urseetal.

Kurzschwänzige Bläuling — Cupido argiades — 53. Falterart im Urseetal

Wir hatten ihn schon im Mai in Kappel oberhalb der Gutach beobachtet. Nun auch im Urseetal. DieserFalter kommt eigentlich hier nicht vor, er ist jedenfalls noch nie in Lenzkirch und Umgebung gesehen worden. Daher ist die Tatsache von zwei Fundmeldung kurz hintereinander eine große Überraschung. Zwar ist das Foto nicht ganz scharf, aber die Färbung ist eindeutig und der kurze Schwanz ist auch abgebildet.

Cupido argiades -- Kurzschwänzuger Bläuling
Cupido argiades — Kurzschwänzuger Bläuling
Weibchen des Kurzschänzigen Bläulings -- Cupido argiades
Weibchen des Kurzschänzigen Bläulings — Cupido argiades

Der Falter steht auf der Rote Liste als besonders gefährdet.

Er vermehrt sich angeblich und weitet sein Verbreitungsgebiet aus. Es ist sehr befriedigend, das mit zu dokumentieren.

Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge, Brennnessel-Zünsler, und der erste Lilagold-Feuerfalter in diesem Jahr

Beim Spaziergang am Moor heute nachmittag haben wir erfreuliches beobachtet: Die Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge haben wir noch nie gesehen, genauso wie den Brennnessel-Zünsler. Außerdem konnten wir diesem Jahr den ersten Lilagold-Feuerfalter finden.

Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge -- Saturnia pavonia
Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge — Saturnia pavonia

Die Raupen sitzen auf Mädesüß, das es ja im Urseetal in großen Mengen gibt.

Brennnessel-Zünsler -- Anania hortulata
Brennnessel-Zünsler — Anania hortulata

Dieser kleine Nachtfalter hing bei viel Wind an dem kleinen Halm und wurde hin und her geschüttelt.

Lilagold Feuerfalter - Lycaenae hippothoe
Lilagold Feuerfalter – Lycaenae hippothoe

Quendelbläuling (Pseudophilotes baton) der 52. Falter im Urseetal

Beim Beobachten vom Hochmoor-Perlmutterfalter (wenigstens 6 Exemplare) saß auf einmal ein Bläuling bei uns. Das Foto zeigte eindeutig, dass es sich nicht um den Hauhechel-Bläuling handelte. Das Lepiforum.de bestätigte, es ist Pseudophilotes baton, der Westliche Quendel-Bläuling.

Dieser Falter ist seit Beginn der Aufzeichnungen nie in Lenzkirch gefunden worden, er steht auch nicht im Invertar des Ursee-Naturschutzgebietes. Er ist besonders geschützt laut Bundesartenschutzverordnung und gilt als stark gefährdet nach der Roten Liste. Die nächsten Funde waren 2011 in Titisee-Neustadt, 2004 in Feldberg und 2010 in St. Blasien. Also etwas ganz besonderes.

Quendelbläuling - Pseudophilotes baton
Quendelbläuling – Pseudophilotes baton
Quendelbläuling - Pseudophilotes baton
Quendelbläuling – Pseudophilotes baton

Oberseite (Foto von Sigi Kognitzki)

Quendelbläuling
Quendelbläuling, die (symmetrischen) schwarzen Flecken sind charakteristisch

Zum Verleich einen Hauhechelbläuling:

Hauhechelbläuling - Polyommatus icarus
Hauhechelbläuling – Polyommatus icarus

Dieser Falter hat einen weißen “Wisch” auf der Unterseite des Hinterflügels (und keine schwarzen Flecken auf der Vorderflügeloberseite).

Hochmoor-Perlmutterfalter – Boloria aquilonaris

2011 haben wir ihn schon mal gesehen. Heute war er wieder da, als erster Perlmutterfalter am Urseemoor. Dieser Falter galt laut Ebert als extrem bedroht. Deshalb ist es umso erfreulicher, wenn er gefunden wird. Er ist an die Anwesenheit der Gemeinen Moosbeere gebunden,  an der er seine Eier ablegt.

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Jubiläum: Die 50. Tagfalterart im Urseetal

Es gibt einen Grund zu Feiern: Heute wurde die 50. Tagfalter-Art im Urseetal fotografiert: Die Ehre gebührt dem Ulmen-Zipfelfalter (Satyrium W album), der auch bei dem relativ schlechten Bild durch das weiße W auf der Hinterflügel-Unterseite charakterisiert werden kann.

Ulmenzipfelfalter 22. Juli 2012 Urseetal
Ulmenzipfelfalter 22. Juli 2012 Urseetal

Der Falter saß ganz ruhig am Waldweidenröschen und wurde erst bei Rückwärtsblicken entdeckt. Der erste Eindruck, dass es sich um den Nierenfleck-Zipfelfalter (Thecla betulae) handele, den wir schon vor zwei Jahren im Urseetal fotografiert haben, bestätigte sich nicht, T.betulae hat zwei weiße Punkt-Strichreihen auf dem Hinterflügel. Außerdem ist die Punktreihe mit orange und schwarz eindeutiges Merkmal.

Der Falter ist auf der aktuellen Roten Liste BW (2008) im Schwarzwald mit gefährdet eingestuft und wie alle Tagfalter durch die Bundesartenschutzverordnung streng geschützt.

 

 

Schwarze Heidelibelle – Sympetrum danae

Heute konnten wir die nächste Libellenart im Urseetal beobachten: die schwarze Heidelibelle, die nicht in der Artenliste des Urseetals beschrieben ist. Es waren zwei Männchen da, von denen das eine sich immer wieder auf die Seerosenblattränder niederließ, während das zweite auf den (warmen) Steinen am Teichrand saß.

Schwarze Heidelibelle - Sympetrum danae
Schwarze Heidelibelle – Sympetrum danae

 

Schwarze Heidelibelle - Sympetrum danae
Schwarze Heidelibelle – Sympetrum danae x2
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Schwarze Heidelibelle

Der Gefährdungsstatus von Sympetrum danae ist unsicher, besonders geschützt ist sie, wie alle Libellen in Deutschland.

 

Das Weibchen ist ziemlich anders gefärbt:

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Schwarze Heidelibelle (Sympetrum danae)

Gestern flog an unserem Teich eine bislang unbekannte Libelle. Aus den Bildern bei Google haben wir zuerst die Gefleckte Heidelibelle (weibl.) Sympetrum flaveolum identifiziert . Dieses Tier ist bereits für das NSG Ursee berichtet. Tatsächlich handelt es sich um das Weibchen der Schwarzen Heidelibelle, Sympetrum danae, das wesentlich farbiger ist als das Männchen (siehe etwas späteren Fund).2012-06-24 Gefleckte Heidelibelle2012-06-24 Gefleckte Heidelibelle

Die Schwarze Heidelibelle ist laut Bundes-Artenschutzverordnung besonders geschützt und in Baden-Württemberg auf der Roten Liste für die meisten als stark gefährdet (2) bzw. im Schwarzwald und am Hochrhein als gefährdet (3) eingestuft. Wurde auch wieder in 2013 beobachtet.

Rotmilan

Heute Nachmittag saß dieser Rotmilan vorm Haus auf der Wiese. Bei abnehmendem Licht gelangen nur mit Rauschen und 500 mm Tele diese Aufnahme.

Rotmilan auf einer Wiese im Urseetal
Rotmilan auf einer Wiese im Urseetal

(Einen Tag später war dann im Laufe des Tages auch der zweite Vogel da. Wenn Sie länger da sind, gibt es vielleicht noch ein paar Fotos mehr.)

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(20120501)

Ein seltener Bewohner

Raubwürger 24-Jan-2012 im Urseetal
Raubwürger 24-Jan-2012 im Urseetal

Dieser Amsel-große Vogel ließ sich heute aus 50 m Entfernung fotographieren. Auffällig der schwarze lange Schwanz. Ein Würger, aber nicht der Neuntöter, der auch im Urseetal heimisch ist, sondern ein Raubwürger, von dem nur insgesamt 30 Brutpaare in Baden-Württemberg bekannt sind (Stand der Roten Liste 2004); andere Würger sind Zugvögel und jetzt nicht im Lande, dadurch vereinfacht sich die Bestimmung. Der Raubwürger ist ein sehr seltener Vogel. Er kommt fast in ganz Europta und in Sibieren vor, aber in Baden-Württemberg ist er extrem selten. Wir lassen einfach die Rote Liste sprechen (Kursiv und grau : Angaben aus der Legende der Roten Liste; Quelle: http://www.fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/50139/rote_liste_brutvogelarten.pdf)

(Auszug aus der Roten Liste der Brutvögel Baden-Württemberg 2004)

Lanius excubitor Linnaeus, 1758 – Raubwürger (Grauwürger)

Status: I (Regelmäßig brütende heimische Vogelarten)

Gefährdungsstatus: 1 (vom Aussterben bedroht)

Brutbestand in Deutschland:1.800-2.500

Brutbestand in Baden-Württemberg: 20-30

Internationale Schutzrelevanz: SPEC 3 (Arten mit negativer Bestandsentwicklung bzw. ungünstigem Erhaltungszustand in Europa,

die aber nicht auf Europa konzentriert sind.)

Verantwortung Baden-Württembergs (Anteil am Brutbestand von Deutschland): etwa 1 %

Bestandsentwicklung: Trend –2 (Bestandsabnahme > 50 %)

Einstufung: a1 (sehr starke Bestandsabnahme (> 50 %) oder sehr starker Arealverlust

(1) sehr selten (< 100 BP d.h. Brutpaare) oder an wenigen Stellen (1-3 bei Koloniebrütern,

< 10 bei Einzelbrütern)

Gefährdungsursachen: Lebensraumverlust: Ausräumung und Zerstörung kleinflächig bewirtschafteter

Kulturlandschaft einschließlich der Streuobstgürtel; Zerstückelung des Lebensraumes

durch Feldwege- und Straßenbau; Zunahme von Störungen; Anwendung von Bioziden.

Notwendige Schutzmaßnahmen: Erhaltung großflächiger, extensiv genutzter Landschaften,

insbesondere mit Streuobstgebieten, Steinriegelhecken, Heiden und Flachmooren, Erhaltung

von Ödland- und Bracheflächen, keine Aufforstung von Wiesen-, Ödland-, Brache- und Niedermoorgebieten;

Reduzierung der Anwendung von Bioziden in der freien Landschaft; keine

weitere Erschließung der freien Landschaft mit befestigten Feldwegen.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir heute diesen selten Bewohner entdecken konnten. Hoffentlich bleibt er uns erhalten.

ps: Wir haben den Fund an das Haus der Natur und die ornithologische Gesellschaft Baden-Württemberg gemeldet.

Am Jahresende!

Liebe Urseetal-Freunde! An diesem Jahresende lohnt es sich Bilanz zu ziehen, denn es hat sich einiges getan: Mit dem Kulturlandschaftsprojekt, dass in den nächsten beiden Jahren weitergeführt wird, konnte die Aufmerksamkeit auf das Urseetal gerichtet werden. Es hat einige Enthurstungen und Freihaltungsaktionen gegeben, durch die der Anblick auf das Tal und das Hochmoor geöffnet wurden, wenn auch manchmal etwas schmerzlich für die Beteiligten. Es war ein phantastisches Schmetterlingsjahr bis zum 15. Juli, die Zahl der beobachteten Arten wurde auf 49 hochgeschraubt. Schließlich gab es ab August Heuschrecken zu beobachten, in deren Gesang und deren Finden wir uns noch weiter einarbeiten werden.

Mit dem Neuen Jahr sind die Tagfalter-Funde aus dem Urseetal auch in der öffentlich zugänglichen Schmetterlingsdatenbank schmetterlinge-bw.de zu finden, die vom Staatlichen Naturkunde-Museum Karlsruhe für ganz Baden-Württemberg geführt wird und wodurch die Daten von Ebert weitergeführt werden. Aktuell sind die Beobachtungen von 2008 und 2009 dort hinterlegt, die von 2010 und 2011 werden bald folgen. Unsere Aktivitäten im Urseetal sind so eine gute Ergänzung zu den anderen Funden. Jeder fünfte Tagfalter, den wir im Urseetal fotografieren konnten, steht auf der Roten Liste. Einige Arten sind gefährdet und sogar stark gefährdet (vergleiche die Tagfalter-Seite). Mehrere der Arten sind auch im 111-Arten-Korb der LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg). Woanders ist schon ein Tier im Arten-Korb Anlass zu Aktivitäten, hier sind nicht nur Tagfalter, sondern auch verschiedene Vögel und Schlagen im Artenkorb, ohne dass bisher etwas passiert ist. Zugegeben, ein NSG und ein geplantes NSG (da kommt es offensichtlich zu Verzögerungen) und einen Modellversuch Kulturlandschaftprojekt gibt es woanders auch nicht.

Unser Ziel für dieses Jahr ist ein erweiterter Falter-Schutz auch außerhalb des NSG. Dafür wurde der Beauftragte für Vertragsnaturschutz im Landratsamt schon angeschrieben. Außerdem wollen wir die Falterpracht verstärkt bekannt machen. Entwürfe für einige Postkarten liegen schon vor und können angefragt werden. Im Juni ist dann auch eine Naturkundliche Wanderung durch das Urseetal vorgesehen, bei der hoffentlich auch Tagfalter gezeigt werden können.

Allen Freunden des Urseetales ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2012!

Die Urseetäler

48. Tagfalterart: Weißklee-Gelbling

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Colias hyale? – 2009-10-03

 

Nicht jeder gelbe Falter ist ein Zitronenfalter! Diesen Falter habe ich schon vor einiger Zeit fotographiert, aber erst jetzt (hoffentlich) richtig identifiziert. Der Weißklee-Gelbling ist – im Gegensatz zu anderen ähnlichen Gelblingen – im Hochschwarzwald nachgewiesen, aber insgesamt selten und in Baden-Württemberg in vielen Regionen wenig erforscht. Alternativ handelt es sich um den Wandergelbling (Colias crocea), der auch für den Hochschwarzwald berichtet wird. Die hier nicht abgebildete Oberseite von C.crocea wäre aber eher orange als gelb. Vom noch selteneren Hochmoor-Gelbling (Colias palaeno) unterscheiden sich diese beiden Arten vor allem dadurch, dass letzterer nur einen einzelnen weißen Fleck auf der Hinterflügelunterseite aufweist. Auch am 26.August 2008 einen praktisch gleichen Falter beobachtet.