Archiv der Kategorie: Artenschutz

Falterbuch fertig

Das Buch Falter in Lenzkirch ist fertig gedruckt und wird in den nächsten Tagen an die Bestellern ausgeliefert. Wer sich dafür interessiert, schreibt an Bernhard Kleine. Es sind über 300 Falter geworden mit 67 Tagfaltern,163 Nachtfalter und 76 Kleinschmetterlingen; über 400 Farbbilder von Faltern und Raupen auf 224 Seiten.

Falter in Lenzkirch – Beobachtung aus Urseetal und Kappel

Bernhard Kleine hat ein Buch herausgebracht, in dem er seine Bilder von 304 Faltern vorstellt. Das Buch kann mit dieser ausgedruckten Datei bestellt werden. Das Buch wird als Loseblatt-Sammlung im Din A5-Ordner erscheinen. Eine Probeexemplar kann im Café Wiest in Lenzkirch angeschaut werden. Ein Manuskript des Buches kann auch hier eingesehen werden. Der Ausdruck, auch zu privaten Zwecken, ist ohne vorige Zustimmung des Autors eine Verletzung des Urheberrechtes. Zur Zeit läuft noch die Subskription, bei der das Buch zu einem ermäßigten Preis bezogen werden kann.

Buch mit über 300 Falter aus Lenzkirch

Zur Zeit bis zum 30.4. 2019 läuft die Subskription für das Buch von Bernhard Kleine Falter in Lenzkirch. Darin werden über 300 Schmetterlinge (Tagfalter, Nachtfalter und Kleinschmetterlinge) vorgestellt, die der Autor vor allem im Urseetal in Lenzkirch fotografiert hat. Das Buch wird als Loseblatt-Sammlung im Din A5-Ordner erscheinen. Eine Probeexemplar kann im Café Wiest in Lenzkirch angeschaut werden. Bestellformulare gibt es dort auch.

Weitere Information erhalten Sie, wenn Sie eine Mail an Bernhard.Kleine(at)gmx.net schreiben.

Falterwanderung am 1. Juni 2018 trotz widriger Wettervorhersage

Randringperlmutterfalter, B. eunomia

Randringperlmutterfalter, B. eunomia

Lilagold-Feuerfalter, Lycaena hippothoe

Waldbrettspiel, Pararge aegeria

Baumweißling, Aporia crataegi

Baumweißling, Aporia crataegi

Baumweißling, Aporia crataegi

Rostfarbiger Dickkopffalter, Ochloges sylvanus

Rotkleebläuling, CYaniris semiargus

Hauhechelbläuling (männlich), Polyommatus icarus

Hauhechelbläuling (weiblich), Polyommatus icarus

Kleines Wiesenvögelchen, Coenonypha pamphilus

Soweit die Tagfalter, gesehen haben wir auch wieder den Hochmoorperlmutterfalter, ab der setzte sich nicht nahe genug.

Heidespanner (männlich), Ematurga atomaria

Heidespanner (weiblich), Ematurga atomaria

Gitterspanner, Chisma clathrata

Hartheuspanner (Siona lineata)

Hartheuspanner (Siona lineata)

Braune Tageule, Euclidia glyphica

Grünwidderchen (ohne Genitaluntersuchung keine Artangabe möglich)

Grünwidderchen

Wegerichbär, Parasenia plantaginis

61. Falter im Urseetal: Großer Fuchs – Nymphalis polychloros

Heute nachmittag war es erstmalig seit einer Woche nicht heiß oder regnete. Ein kurzer Spaziergang auf der Nordseite des Urseetales brachte mir ein Foto vom Aurorafalter, der erste der dieses Jahr sitzenblieb. Und ein Fuchs. Er war größer als sonst und ich habe mir sagen lassen, es ist ein großer. In der fb Grupe haben wir die Unterschiede zwischen Kleinem und Großem Fuchs ausführlich diskutiert: Es sind

  1. Die drei weißen Streifen auf der Vorderflügelkante sind bei Kleine Fuchs so lang wie die schwarzen, beim Großen viel kürzer.
  2. Der Kleine Fuchs hat drei schwarz Flecken auf dem Vorderflügel, der Große vier.
  3. Die Blaue Farbreihe geht beim Kleinen Fuchs über Hinter- und Vorderflügel, beim Großen findet sie sich nur auf dem Hinterflügel.
  4. Der Kleine Fuchs hat auf dem Hinterflügel zum Falterleib hin einen dunklen Saum, der Große bleibt da hell.

Der große Fuchs ist nach gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Er gilt als besonders gefährdet (Rote Liste: 2) in Baden-Württemberg.Vergleichsbild Kleiner Fuchs

Magerrasen-Perlmutterfalter — Boloria dia, der 60. Tagfalter im Urseetal

Heute habe ich zufällig einen kleinen Perlmutterfalter im Garten entdeckt. Der Magerrasen-Perlmutterfalter wurde im Urseetal noch nie dokumentiert. Die Rote Liste führt ihn unter stark gefährdet.

Magerrasen-Perlmutterfalter
Bolorai dia

Magerrasen-Perlmutterfalter
Bolorai dia

Von den möglicherweise vorkommenden Perlmutterfaltern fehlt jetzt nur der Kleine Perlmutterfalter auf der Liste der Falter im Urseetal.

Neue und schon bekannte Libellen im Urseetal.

Die erste Libelle habe ich nie vorher im Urseetal gesehen, geschweige fotografiert. Eine Gemeine Binsenjungfer (Lestes sponsa) sagt Sigi Kognitzki. Die Blutrote Heidelibelle war der Libellenfund 2016, heuer ist sie richtig häufig und nicht zu übersehen. Männchen und Weibchen. Vom letzten Tier sagt Sigi K., dass es ein nicht ausgefärbtes Exemplar von der Schwarzen Heidelibelle (S. danae) ist. Die Blaugrüne und die Braune Mosaikjungfer (Aeshna cyanea und A. grandis) waren auch da, aber ließen sich nicht fotografieren. Nur die Braune Mosaikjungfer steht auf der Roten Liste (Vorwarnstufe)

Lestes sponsa – Gemeine Binsenjungfer

 

Sympetrum sanguineum – Blutroe Heidelibelle männl.

Sympetrum sanguineum – Blutrote Heidelibelle weibl.

Hochmoorgelbling und Roter Würfel-Dickkopffalter 58. und 59. Tagfalter im Urseetal

Gestern bei der Falterwanderung durchs Urseetal haben wir erst den Roten Würfel-Dickkopffalter und dann auch noch den Hochmoorgelbling fotografiert, beides Falter, von denen, seit dem es Aufzeichnungen gibt, noch nie im Urseetal berichtet worden ist. Die setzen einer sehr erfolgreichen Excursion die Krone auf.

Colias palaeno – Hochmoor-Gelbling

Spalia sertorius – Rote Würfel-Dickkopffalter

Der Hochmoorgelbling gilt als stark gefärdet, der Rote Würfel-Dickkopffalter ist eine Art der Vorwarnliste.

Der Rote Dickkopffalter ist nur 1920 im Osten von Lenzkirch gesichtet worden, sonst gibt es für gesamten Hochschwarzwald keine Fundmeldungen. Das ist für den Hochmoorgelbling anders, er wurde in Feldberg, Hinterzarten oder St. Blasien zuletzt gesichtet.

Frühe Falter schon aktiv: Birken-Jungfernkind

Nachdem ich gestern und im Februar schon die ersten Zitronenfalter beochten konnte, flatterte mir heute ein neuer Falter vor die Kamera: Ein Birken-Jungfernkind ( Archiearis parthenias). Das ist ein Frühjahrsfalter, so früh allerdings wird er im Bergland allerdings normalerweise nicht beobachtet. Weiterhin habe ich einen Zitronenfalter und zwei kleine Füchse sehen, aber nicht fotografieren können.

Esparsetten-Widderchen (Zygaena carniolica) in der Kiesgrube in Kappel

In der Kiesgrube Kappel konnten in diesem Jahr erstmals seit der Erfassung von Schmetterlingen das Esparsetten-Widderchen (Zygaena carniolica) beobachtet werden. Mit dem Thymian- und dem Bibernell-Widderchen hat diese Art gemeinsam, dass sie am späten Nachmittag oder am frühen Abend sich gesellig auf einigen Pflanzen versammelt. Bis zu zehn Falter saßen auf den Blüten des Wilden Majorans. Es war richtig beeindruckend.

Das Esparsetten Widderchen hat seine roten Flecken mit ein silbernen Band umrandet, dazu sind die Flecken von einander abgegrenzt. Anders als beim Bergkronen-Widderchen, bei dem die Flecken zusammenhängen.

2016081Esparsetten-Widderchen-2 2016081Esparsetten-Widderchen-9 2016081Esparsetten-Widderchen-10 2016081Esparsetten-Widderchen-26

Biberalarm!

Seit diesem Jahr hat sich ein Biber im Urseetal niedergelassen. Wer sich gewundert hat, warum die Wiesen südlich des Urseebaches voll unter Wasser stehen, warum der Urseebach so breit geworden ist, der findet hier die Erklärung. Einige starke Bäume zeigen Fressspuren, wie sie im Buche stehen und es wird nicht lange dauern, bis die Bäume ganz gefällt sind. Unsere Förster haben schon vorgesorgt und eine Stauung und einen Überlauf gebaut, so dass ein

2016-04-03Biberalarm-5 bleibender Wasserspiegel möglich ist. Dadurch wird das Urseetal noch mehr ein Paradies für Frösche, Reptilien, Insekten und Vögel. Was mit dem Kahlschlag begann, wird jetzt durch den Biber vollendet. Wir wollen hoffen, dass es zwei Biber werden, die sich fortpflanzen. Da auf der landwirtschaftlichen Seite nur eine sowieso sehr feuchte Wiese unter Wasser gesetzt wird, besteht auch keine Sorge, dass das Tier vergrämt wird. Freuen wir uns den Biber.

59 Tagfalterarten im Urseetal

Im Urseetal:

Pyrgus Malvae — Kleiner Würfeldickkopffalter
Erynnis targes — Dunkler Dickkopffalter
Thymelicus lineola — Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter
Thymelicus sylvestris — Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter
Ochlodes sylvanus — Rostfarbiger Dickkopffalter
Hesperia comma — Komma-Dickkopffalter
Carterocephalus palaemon — Gelbwürfeliger Dickkopffalter
Spalia sertorius — Roter Würfeldickkopffalter

Aporia crataegi — Baum-Weißling
Pieris brassicae — Großer Kohlweißling
Pieris rapae — Kleiner Kohlweißling
Pieris napi — Grünader-Weißling
Anthocharis cardamines — Aurorafalter
Gonepteryx rhamni — Zitronenfalter
Melanargia galathea — Schachbrettfalter
Colias crocea — Wander-Gelbling, Postillon
Leptidea sinapis/juvernica — Senf/Tintenfleckweißling
Colias palaeno — Hochmoorgelbling

Lycaena hippothoe — Lilagold-Feuerfalter
Lycaena alciphron — Violetter Feuerfalter
Lycaena phleas — Kleiner Feuerfalter
Lycaena tityrus — Brauner Feuerfalter
Thecla betulae — Nierenfleck-Zipfelfalter
Satyrium w-album — Ulmen-Zipfelfalter
Callophrys rubi — Grüner Zipfelfalter

Cupido minimus — Zwerg-bläuling
Celastrina argiolus — Faulbaumbläuling
Cupodo argiades — Kurzschwänziger Bläuling
Polyommotus semiargus — Rotklee-Bläuling
Pseudophilotes baton — Westlicher Quendel-Bläuling
Polyommatus icarus — Hauhechel-Bläuling

Papilio machaon — Schwalbenschwanz

Argynnis paphia — Kaisermantel
Argynnis aglaja — Großer Perlmutterfalter
Argynnis adippe — Feuriger Perlmutterfalter
Argynnis niobe — Mittlerer Perlmutterfalter
Brenthis ino — Mädesüß-Perlmutterfalter
Boloria aquilonaris — Hochmoor-Perlmutterfalter
Boloria titania — Natterwurz-Perlmutterfalter
Boloria selene — Braunfleckiger Perlmutterfalter
Boloria euphrosyne — Silberfleck-Perlmutterfalter
Boloria eunomia — Randring-Perlmutterfalter

Nymphalis antiopa — Trauermantel
Nymphalis io — Tagpfauenauge
Vanessa cardui — Distelfalter
Vanessa atalanta — Admiral
Apatura iris — Großer Schillerfalter
Araschnia levana — Landkärtchen
Nymphalis C-album — C-Falter
Nymphalis urticae — Kleiner Fuchs

Melithea athalia — Wachtelweizen-Scheckenfalter
Melithea diamina — Baldrian Scheckenfalter

Aphantopus hyperantus — Schornsteinfeger
Pararge aegeria — Waldbrettspiel
Lassiomata meara — Braunauge

Coenonympha pamphilus — Kleiner Wiesenvögelchen
Coenonympha glycerion — Rotbrauner Wiesenvögelchen
Maniola jurtina — Großes Ochsenauge

Erebia ligea — Weißbindiger Mohrenfalter
Erebia meolans — Gelbbindiger Mohrenfalter

 

sind am 28.06.2017 12.04.2017 29.01.2016 56 57 59 dokumentierte Tagfalter im Urseetal.

Kurzschwänzige Bläuling — Cupido argiades — 53. Falterart im Urseetal

Wir hatten ihn schon im Mai in Kappel oberhalb der Gutach beobachtet. Nun auch im Urseetal. DieserFalter kommt eigentlich hier nicht vor, er ist jedenfalls noch nie in Lenzkirch und Umgebung gesehen worden. Daher ist die Tatsache von zwei Fundmeldung kurz hintereinander eine große Überraschung. Zwar ist das Foto nicht ganz scharf, aber die Färbung ist eindeutig und der kurze Schwanz ist auch abgebildet.

Cupido argiades -- Kurzschwänzuger Bläuling
Cupido argiades — Kurzschwänzuger Bläuling

Weibchen des Kurzschänzigen Bläulings -- Cupido argiades
Weibchen des Kurzschänzigen Bläulings — Cupido argiades

Der Falter steht auf der Rote Liste als besonders gefährdet.

Er vermehrt sich angeblich und weitet sein Verbreitungsgebiet aus. Es ist sehr befriedigend, das mit zu dokumentieren.

Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge, Brennnessel-Zünsler, und der erste Lilagold-Feuerfalter in diesem Jahr

Beim Spaziergang am Moor heute nachmittag haben wir erfreuliches beobachtet: Die Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge haben wir noch nie gesehen, genauso wie den Brennnessel-Zünsler. Außerdem konnten wir diesem Jahr den ersten Lilagold-Feuerfalter finden.

Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge -- Saturnia pavonia
Raupen vom Kleinen Nachtpfauenauge — Saturnia pavonia

Die Raupen sitzen auf Mädesüß, das es ja im Urseetal in großen Mengen gibt.

Brennnessel-Zünsler -- Anania hortulata
Brennnessel-Zünsler — Anania hortulata

Dieser kleine Nachtfalter hing bei viel Wind an dem kleinen Halm und wurde hin und her geschüttelt.

Lilagold Feuerfalter - Lycaenae hippothoe
Lilagold Feuerfalter – Lycaenae hippothoe

Quendelbläuling (Pseudophilotes baton) der 52. Falter im Urseetal

Beim Beobachten vom Hochmoor-Perlmutterfalter (wenigstens 6 Exemplare) saß auf einmal ein Bläuling bei uns. Das Foto zeigte eindeutig, dass es sich nicht um den Hauhechel-Bläuling handelte. Das Lepiforum.de bestätigte, es ist Pseudophilotes baton, der Westliche Quendel-Bläuling.

Dieser Falter ist seit Beginn der Aufzeichnungen nie in Lenzkirch gefunden worden, er steht auch nicht im Invertar des Ursee-Naturschutzgebietes. Er ist besonders geschützt laut Bundesartenschutzverordnung und gilt als stark gefährdet nach der Roten Liste. Die nächsten Funde waren 2011 in Titisee-Neustadt, 2004 in Feldberg und 2010 in St. Blasien. Also etwas ganz besonderes.

Quendelbläuling - Pseudophilotes baton
Quendelbläuling – Pseudophilotes baton

Quendelbläuling - Pseudophilotes baton
Quendelbläuling – Pseudophilotes baton

Oberseite (Foto von Sigi Kognitzki)

Quendelbläuling
Quendelbläuling, die (symmetrischen) schwarzen Flecken sind charakteristisch

Zum Verleich einen Hauhechelbläuling:

Hauhechelbläuling - Polyommatus icarus
Hauhechelbläuling – Polyommatus icarus

Dieser Falter hat einen weißen “Wisch” auf der Unterseite des Hinterflügels (und keine schwarzen Flecken auf der Vorderflügeloberseite).