Archiv der Kategorie: Allgemein

Bienensendung im Ersten – Bitterer Honig mit einer Chimäre im Titelbild

Noch kann man die Sendung im ersten Nachsehen. Aber was nur ärgerlich ist: Das Bild, mit dem die Sendung beworben wird, stellt keine Biene dar, sondern eine Chimäre aus dem Körper einer Biene und den Flügel einer Schwebfliege. Eine Biene hätte nämlich vier Flügel und nicht nur zwei. Es ist schon bemerkenswert, dass die Autoren kein passendes Bild einer Biene zustande gebracht haben, sondern Zuflucht zu Photoshop nehmen mussten. Dass das Konstrukt dann falsch wird, ist wohl den mangelden Biologiekenntnissen zuzuschreiben. Peinlich!

 

Chimäre von Biene und Schwebfliege

Wasseramsel-Pärchen

Am Freitag, den 22. Febr. 2013 hatten wir wieder eine Wasseramsel-Beobachtung. Beim Langlauf am Urseebach entlang zwitscherte zuerst das Männchen und dann ließen sich zwei Tiere kurz beobachten, die leider vor einem Hund flüchteten. Der Hund war aber ganz brav an der Leine. Aber wie kann eine kleine Wasseramsel das schon einschätzen.

Zeichen und Wunder!

In der letzten Woche sind die ersten neuen Schilder, die das Naturschutzgebiet anzeigen, aufgestellt worden. Darauf haben wir seit einigen Jahren gewartet. Damit kann hoffentlich der persönliche Einsatz verringert werden, mit dem Kindergärtnerinnen und Hundebesitzer auf das Vorhandensein eines NSG zum Schutz der Kreuzottern hingewiesen wurden. Zwar waren diejenigen sehr verständig und einsichtig, aber mit der neuen Beschilderung findet dann das Entlangstreifen an den Kreuzotterplätzen erst garnicht mehr statt. In wieweit sich die Landwirte an einen anderen Beobachtungsstatus bei Tätigkeiten im NSG gewöhnen müssen oder wollen, bleibt abzuwarten.

Am Jahresende!

Liebe Urseetal-Freunde! An diesem Jahresende lohnt es sich Bilanz zu ziehen, denn es hat sich einiges getan: Mit dem Kulturlandschaftsprojekt, dass in den nächsten beiden Jahren weitergeführt wird, konnte die Aufmerksamkeit auf das Urseetal gerichtet werden. Es hat einige Enthurstungen und Freihaltungsaktionen gegeben, durch die der Anblick auf das Tal und das Hochmoor geöffnet wurden, wenn auch manchmal etwas schmerzlich für die Beteiligten. Es war ein phantastisches Schmetterlingsjahr bis zum 15. Juli, die Zahl der beobachteten Arten wurde auf 49 hochgeschraubt. Schließlich gab es ab August Heuschrecken zu beobachten, in deren Gesang und deren Finden wir uns noch weiter einarbeiten werden.

Mit dem Neuen Jahr sind die Tagfalter-Funde aus dem Urseetal auch in der öffentlich zugänglichen Schmetterlingsdatenbank schmetterlinge-bw.de zu finden, die vom Staatlichen Naturkunde-Museum Karlsruhe für ganz Baden-Württemberg geführt wird und wodurch die Daten von Ebert weitergeführt werden. Aktuell sind die Beobachtungen von 2008 und 2009 dort hinterlegt, die von 2010 und 2011 werden bald folgen. Unsere Aktivitäten im Urseetal sind so eine gute Ergänzung zu den anderen Funden. Jeder fünfte Tagfalter, den wir im Urseetal fotografieren konnten, steht auf der Roten Liste. Einige Arten sind gefährdet und sogar stark gefährdet (vergleiche die Tagfalter-Seite). Mehrere der Arten sind auch im 111-Arten-Korb der LUBW (Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg). Woanders ist schon ein Tier im Arten-Korb Anlass zu Aktivitäten, hier sind nicht nur Tagfalter, sondern auch verschiedene Vögel und Schlagen im Artenkorb, ohne dass bisher etwas passiert ist. Zugegeben, ein NSG und ein geplantes NSG (da kommt es offensichtlich zu Verzögerungen) und einen Modellversuch Kulturlandschaftprojekt gibt es woanders auch nicht.

Unser Ziel für dieses Jahr ist ein erweiterter Falter-Schutz auch außerhalb des NSG. Dafür wurde der Beauftragte für Vertragsnaturschutz im Landratsamt schon angeschrieben. Außerdem wollen wir die Falterpracht verstärkt bekannt machen. Entwürfe für einige Postkarten liegen schon vor und können angefragt werden. Im Juni ist dann auch eine Naturkundliche Wanderung durch das Urseetal vorgesehen, bei der hoffentlich auch Tagfalter gezeigt werden können.

Allen Freunden des Urseetales ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr 2012!

Die Urseetäler

Heuschreckenbilder veröffentlicht

Sehr vorläufig haben wir auf der Seite Heuschrecken eine Serie von Bildern aus den letzten Jahren eingestellt. Leider fehlt es hier an Fachverstand, um alle Tiere, große und kleine, richtig zu benamsen. Ich würde mich freuen, wenn ich dafür Unterstützung bekäme. Bislang sind die Heuschrecken in diesem Jahr hier im Urseetal höchst aktiv. Und es gelingt auch immer mehr, die Tiere durch Ortung ihres Gesangs zu finden und zu fotographieren. Etwa 70 Gesänge auseinander zu halten, bedarf doch noch längerer Übung. Aber da haben wir ja noch Zeit. Auch eine Zuordnung nach gefährdet oder nicht wird noch etwas Zeit benötigen.

Fremde Bilder aus dem Urseetal zu diesem Thema sind “hoch”-willkommen.

Heute in der Badischen Zeitung

Manfred G. Haderer hat heute einen Artikel in der Badischen Zeitung über das Urseetal veröffentlich, der vor allem drei Punkte berührt: Neueste Entwicklungen im Urseetal, Artenvielfalt bei Insekten, vor allem bei Schmetterlingen, und zuletzt Pflege einer geeigneten, natürlichen Umgebung für den Erhalt der bedrohten Schmetterlingsarten. Wir begrüßen alle Leser, die über den Bericht den Weg auf diese Webseite finden!

Der Blick ist frei!

DerBlickIstFrei_IMGP9604
Unverstellter Blick von der Pulverturmmoräne zum Moor – 2011-08-19

Ein weiterer Punkt des Projektteams Ursee wurde erfüllt: Jetzt gibt es einen unverstellten Blick von der Pulverturmmoräne bis zum Moor.

Im Rahmen der Enthurstung wurden auch die Fichten an der früheren Brückenrampe gefällt. Dadurch gibt es jetzt schon am Pulverturm eine Aussicht bis zum Moor. Die sichtbare Talaue ist vollständig in das Naturschutzgebiet eingegliedert. Letzteres umfasst aber weitere Wiesen und den Talgrund bis fast zur Straße von Lenzkirch nach Schluchsee. Auf dem Kahlschlag, von dem jetzt die schweren Fahrzeuge abgezogen sind, wird noch aufgeräumt. Am 22. Oktober 2011, einem Samstag, wird ein größeres Team versuchen, alles Reisig von der Kahlschlagfläche zu entfernen, damit dort ab dem nächsten Jahr gemäht werden kann. Für diese Aufräumaktion, die vom Regierungspräsidium, von der Gemeinde und vom Kulturlandschaftsprojekt geplant wird, werden noch Helfer gesucht.

Bis jetzt wurden 600 Festmeter Holz zur Verwertung abgefahren, etwa weitere 200 Festmeter warten darauf, abgefahren zu werden. Die zusammengetragenenen kleineren Bäume und das gröbere und feinere Astwerk werden zu Hackschnitzel verwertet. Mit dem Erlös aus diesen Verkäufen kann die Enthurstung finanziert werden.

Kahlschlag_IMGP9581
ehemaliger Fichtenwald, demnächst Moorwiese – 2011-08-19

Der Kahlschlag ist in seinem linken Rand schon soweit aufgeräumt, dass in der nächsten Woche eine nach Naturschutz-Richtlinien passende Samenmischung ausgebracht werden kann, die bis zum ersten Frost keimen und heranwachsen soll. Der übrige Teil wird noch in diesem Jahr soweit von Reisig geräumt, dass im nächsten Jahr mit Balkenmähern gemäht werden kann. Auf den Einsatz von Schleppern muss hier verzichtet werden, weil der Grundwasserspiegel nur etwa 30 bis 50 cm unter der Oberfläche liegt und damit jeder Schlepper gefährdet ist, sich festzufahren.

Wir hoffen, dass die freie Sicht auf den See und das NSG helfen, den Naturschutzgedanken weiter im Bewusstsein der Bevölkerung zu verankern.

Ausflug im Hinterzartener Moor

Am Samstag, den 30. Juli 2011, trafen sich 14 Interessierte zu einer Exkursion ins Hinterzartener Moor. Siegfried Kognitzki (SK) von der NABU-Gruppe und Sprecher des LNV Hochschwarzwald führte die Teilnehmer.

Nach einer Einführung zu Entstehung eines Moores und den Voraussetzungen, damit überhaupt ein Moor entstehen kann, zeigte SK ganz konkret die Gliederung eines Moores und seiner Umgebung. Die charakteristischen Moorpflanzen und einige der im Moor lebenden Tiere wurden beim Rundgang vorgestellt. Wegen der noch kalten Witterung waren vor allem die Insekten nicht aktiv. Nur eine Libelle unbekannter Art wurde gesehen. Die vielen Grasfroschlarven sind nicht richtig spezifisch für das Moor. Neben dem Bohlenweg wurden aber Moorpflanzen entdeckt: Rauschbeere, Sumpfblutauge (verblüht), Fieberklee, Rosmarinheide und vor allem die Torfmoose. Auf die Unterschiede der Moorkiefer (Spirke; Pinus mugo spp. uncinata) im Vergleich zur Waldkiefer (Pinus sylvestris), von Hängebirken und Moorbirken und von der Moorweide zu anderen Weidenarten wies SK hin.

Auf dem weiteren Weg um das Moor herum wurden dann vor allem verschiedene Heuschrecken identifiziert. Auch ein einsamer Wachtelweizenscheckenfalter (Melitaea athalia) wurde zum Schluss noch beobachtet. Der Nachmittag war zwar nach langen Regentagen vom Wetter begünstigt, aber Ende Juli hätte es eigentlich viel wärmer sein können. Nach dreieinhalb Stunden im Moor lief man über den Winterhaltenweg zurück zum Bahnhof Hinterzarten. Die Teilnehmer, die nicht nur aus dem Schwarzwald kamen, bedankten sich ganz herzlich für den informativen Ausflug.

Liebe Besucher!

Logo Auf unseren Seiten wollen wir Sie mit dem Urseetal, einem wunderschönen Teil von Lenzkirch vertraut machen. Auf dem Spaziergang im Tal, bei der Wanderung auf den Höhen um das Urseetal, beim Fotoshooting um das Naturschutzgebiet wollen wir ein zuverlässiger Begleiter sein.

Dieser Auftritt ist als Blog gestaltet, an dem Sie mitarbeiten können. Schreiben Sie Ihre Eindrücke oder Ihre Fragen direkt in unser Gästebuch.

Was erwartet Sie im Urseetal?

Logo Wir informieren über

  • Entstehung des Urseetales
  • Beschreibung der Gliederung des Tales
  • mit einer Fotosammlung über
    • Sichten
    • Blütenpflanzen zu den verschiedenen Jahreszeiten
    • geschütze Pflanzen
    • Die Artenvielfalt der Schmetterlinge
    • weitere Besonderheiten von Fauna und Flora
    • Gesteinstypen aus Lenzkirch.
  • Informationen zur Wasserentnahme
  • das Projekt Kulturlandschaft
    BUST985_halbiert
    Triodia sylvina – Ampfer-Wurzelbohrer

    Im Vordergrund Überschwemmungsgelände, das Moor liegt unter Schnee, der See unter einer Eisdecke; der kleine Wasserfall unter der neugebauten Brücke rauscht gewaltig.

Aktuell

 

Wo wir sind?

Logo Aus Raitenbuch (Teilort von Lenzkirch), von den Holzmatten (an der Straße von Raitenbuch nach Fischbach), aus Berg (Teilort von Lenzkirch) und aus der Schwende fließen Bäche ins Urseetal. Die ersten beiden Bäche bringen ihr Wasser in den Ursee. Aus dem Ursee fließt das Wasser durch das Urseetal und nimmt die Wasser von Berg und Schwende nach der Pulverturm-Moräne auf. Am Kurhaus, wo der Urseebach in die Haslach mündet, ist das Zentrum von Lenzkirch. Die Haslach fließt anschließend durch das sich immer tiefer einschneidende Tal Richtung Gutach. Nach der Mündung der Haslach in die Gutach heißt dieser Fluss Wutach. Diese fließt durch das Wutachtal zuerst ostwärts und später in südlicher Richtung zum Rhein.

Der Urseebach stammt also aus dem Ursee, einem Moorsee, der ein Relikt der letzten Eiszeit darstellt. Das Hochmoor um den Ursee hat sich einen besonderen Charakter bewahrt. Es beherbergt zahlreiche seltene Moorpflanzen, die im übrigen Schwarzwald und sonst in Deutschland selten geworden sind.