Archiv der Kategorie: Allgemein

Vorfrühlingsspaziergang im Urseetal

Die gute Nachricht zuerst: frische Fraßspuren vom Biber. Nachdem im letzten Frühjahr das Regierungspräsidium ein Stauhilfe gebaut hat, damit der Wasserspiegel nicht zu hoch wird, waren heuer ganz in der Nähe ein frisch gefällter Baum und Spuren an einem weiteren zu finden. Im Süden des Tales, wo die Sonne noch nicht hintrifft, ist es noch eisig, aber die Nordseite wird jeden Tag voll beschienen und erst Blüten sind auch schon zu sehen. Die erste Hummel konnte ich heute beobachten, einige Fliegen und ein paar Falter, zweimal Kleiner Fuchs und ein Zitronenfalter.

Frühe Falter schon aktiv: Birken-Jungferkind

Nachdem ich gestern und im Februar schon die ersten Zitronenfalter beochten konnte, flatterte mir heute ein neuer Falter vor die Kamera: Ein Birken-Jungfernkind ( Archiearis parthenias). Das ist ein Frühjahrsfalter, so früh allerdings wird er im Bergland allerdings normalerweise nicht beobachtet. Weiterhin habe ich einen Zitronenfalter und zwei kleine Füchse sehen, aber nicht fotografieren können.

Schmetterlingswanderung vom 12.August 2016

Neben Faltern wie Großes Ochsenauge, Schachbrettfalter, Kleiner und Brauner Feuerfalter, Hauhechel-Bläuling, Kleiner Kohlweißling, Grünaderweißling, Braundickkopffaltern, Admiral, Wachtelweizen-Scheckenfalter, Mädesüß-Perlmutterfalter, Feuriger Perlmutterfalter, waren heute auch zahlreiche Heuschrecken zu sehen: Hier zwei, die noch bestimmt werden müssen.

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Chorthippus biguttulus – Nachtigallen-Grashüpfer (oder ähnlich)
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Stenobothrus lineatus – Heidegrashüpfer

gleichzeitig haben wir zum ersten Mal nicht im Garten die Schwarze Heidelibelle (Sympetrum danae) fotografiert:

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Sympetrum sanguineum – Blutrote Heidelibelle

Wahrend der vergangenen Woche haben wir mehrfach das Weibchen und einmal auch das Männchen dieser hübschen Heidelibelle beobachtet

Perla maginata – Große Steinfliege

Bei schönen Wetter und Sonnenschein sind in Lenzkirch, an der Straße nach Raitenbuch, und am Moor große Steinfliegen geflogen. Wir haben die fotografiert. Die Bestimmung von Steinfliegen aus dem Internet war etwas mühsam: Wikipedia ist nicht umfassend für die Plecoptera, den lateinischen Namen der Familie. Der Kosmosnaturführer von Aichele hat nur eine Art. Steinfliegen sind für Gewässerforscher wichtige Insekten, da sie die Güte eines Gewässers anzeigen. Dabei sind aber die Larven wichtig und in deren Unterschiede sind auch gut beschrieben. Auf einer Seite aus Frankreich fanden sich schließlich Bilder, den den unseren zum Verwechseln ähnlich sehen.

Große Steinfliege
Große Steinfliege
Große Steinfliege
Große Steinfliege, Weibchen trägt ein Eipaket

Am Bähnleradweg von Lenzkirch nach Neustadt

Heute habe ich einige Falter beobachtet, unter anderem den Kurzschwänzigen Bläuling (Cupido argiades) und den Dunklen Dickkopffalter (Erynnis tages). Für beide Falter liegen keine Fundmeldungen im Gutachtal vor, jedenfalls nicht aus den letzten 10 Jahren. Kann man bei schmetterlinge-bw.de in Karlsruhe nachvollziehen. Ich habe die Falter am Bähnleradweg, dort wo er nach der Kiesgrube wieder in den Wald gelangt, beobachtet. Außerdem habe ich danach in der Nähe des Bahnhofs Kappel-Gutachbrücke noch eine Silberfleck-Perlmutterfalter gesehen und fotografiert. Ist kein schönes Bild, aber eindeutig identifizierbar.

20150510 Cupido argiades (6 von 2)
Kurzschwänziger Bläuling – Cupido argiades
20150510 Cupido argiades
Kurzschwänziger Bläuling — Cupido argiades
Dunkler Dickkopffalter Erynnis tages
Dunkler Dickkopffalter Erynnis tages

20150510 Boloria euphrosysne (8 von 3)

Kreuzottern im Urseetal

Der Check auf Kreuzottern um die Bahnlinie in Neustadt war sehr erfolgreich. In der kurzen Zeit, in der es gestern nicht geregtnet hat, wurden mehr als zehn Kreuzottern gesichtet, Männlein und Weibchen, auch teilweise sehr groß.

Das sollte auch im Urseetal Anlass sein, genau hinzusehen und die Stellen aufzuschreiben. Wir werden das hier nicht veröffentlich, würden uns aber freuen, wenn Schlangenmeldungen hier gepostet werden.

Viel Erfolg beim Suchen.

Die Urseetäler

Die mächtigste Tanne

in Baden-Württemberg wurde im Urseetal gemessen, sagt Thomas Emmerich, Leiter des Forstbezirks Titisee-Neustadt. Der Artikel in der Badischen Zeitung zeigt leider nicht den Baum, nur den Bürgermeister vor einem Tannenschnitt; hätte Ralf Morys den ganzen Baum fotografiert, wäre der Bürgermeister marginalisiert worden. Dann doch lieber den Bürgermeister fotografieren.

Die Tannen haben allerdings nur einen Anteil von 4 % auf der Lenzkircher Gemarkung, Das soll sich ändern bei der nächsten Forsteinrichtung. Anzustreben seien 20 % Tanne und 10 % Buche. Wir werden sehen.

Wüste Geschichte zum Ursee

Der Ursee hat schon für viel herhalten müssen, da macht ihm auch die neue wyst(isch)e (nicht mystische) Story nichts aus: Im Hochschwarzwaldkurier vom 17.Sept. 2014 findet sich ein Artikel von Lutz Franz über den Ursee: der unheilvolle Fluch vom Ursee. Das ist so dumm wie ein misratender Schulaufsatz und strotzt nur so von Un- und Halbwahrheiten, außerdem täuscht der Autor Dinge vor, die nachweislich nicht richtig sind.

1. Der Ursee ist für Wanderer nicht zugänglich. Man kann ihn  nur aus der Ferne sehen, weil er sich vor dem Besucher durch ein unzugängliches Moor schützt. Der Weg führt um den See und nicht dahin. Wüste Geschichte zum Ursee weiterlesen

Bienensendung im Ersten – Bitterer Honig mit einer Chimäre im Titelbild

Noch kann man die Sendung im ersten Nachsehen. Aber was nur ärgerlich ist: Das Bild, mit dem die Sendung beworben wird, stellt keine Biene dar, sondern eine Chimäre aus dem Körper einer Biene und den Flügel einer Schwebfliege. Eine Biene hätte nämlich vier Flügel und nicht nur zwei. Es ist schon bemerkenswert, dass die Autoren kein passendes Bild einer Biene zustande gebracht haben, sondern Zuflucht zu Photoshop nehmen mussten. Dass das Konstrukt dann falsch wird, ist wohl den mangelden Biologiekenntnissen zuzuschreiben. Peinlich!

 

Chimäre von Biene und Schwebfliege