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65 Tagfalter im Urseetal

Die Liste wurde erneuert  einem Fund des Kleinen (20.6.2018) und des Großen Eisvogel (Limenitis populi), der im letzten Jahr mehrfach und in diesem Jahr schon einmal beobachtet wurde, ohne dass ein Foto gemacht werden konnte. An der Gutachbrücke zwischen Kappel und Neustadt wurde er in diesem Jahr fotografiert.

Im Urseetal:

Pyrgus Malvae — Kleiner Würfeldickkopffalter
Erynnis targes — Dunkler Dickkopffalter
Thymelicus lineola — Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter
Thymelicus sylvestris — Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter
Ochlodes sylvanus — Rostfarbiger Dickkopffalter
Hesperia comma — Komma-Dickkopffalter
Carterocephalus palaemon — Gelbwürfeliger Dickkopffalter
Spalia sertorius — Roter Würfeldickkopffalter

Aporia crataegi — Baum-Weißling
Pieris brassicae — Großer Kohlweißling
Pieris rapae — Kleiner Kohlweißling
Pieris napi — Grünader-Weißling
Anthocharis cardamines — Aurorafalter
Gonepteryx rhamni — Zitronenfalter
Melanargia galathea — Schachbrettfalter
Colias crocea — Wander-Gelbling, Postillon
Leptidea sinapis/juvernica — Senf/Tintenfleckweißling
Colias palaeno — Hochmoorgelbling

Lycaena hippothoe — Lilagold-Feuerfalter
Lycaena alciphron — Violetter Feuerfalter
Lycaena phleas — Kleiner Feuerfalter
Lycaena tityrus — Brauner Feuerfalter
Thecla betulae — Nierenfleck-Zipfelfalter
Satyrium w-album — Ulmen-Zipfelfalter
Satyrium rubi – Pflaumen-Zipfelfalter
Callophrys rubi — Grüner Zipfelfalter

Cupido minimus — Zwerg-bläuling
Celastrina argiolus — Faulbaumbläuling
Cupodo argiades — Kurzschwänziger Bläuling
Polyommotus semiargus — Rotklee-Bläuling
Pseudophilotes baton — Westlicher Quendel-Bläuling
Polyommatus icarus — Hauhechel-Bläuling

Papilio machaon — Schwalbenschwanz

Argynnis paphia — Kaisermantel
Argynnis aglaja — Großer Perlmutterfalter
Argynnis adippe — Feuriger Perlmutterfalter
Argynnis niobe — Mittlerer Perlmutterfalter
Brenthis ino — Mädesüß-Perlmutterfalter
Boloria aquilonaris — Hochmoor-Perlmutterfalter
Boloria titania — Natterwurz-Perlmutterfalter
Boloria selene — Braunfleckiger Perlmutterfalter
Boloria euphrosyne — Silberfleck-Perlmutterfalter
Boloria eunomia — Randring-Perlmutterfalter
Boloria dia – Magerrasen-Perlmutterfalter

Nymphalis antiopa — Trauermantel
Nymphalis io — Tagpfauenauge
Vanessa cardui — Distelfalter
Vanessa atalanta — Admiral
Limenits populi – Großer Eisvogel
Limenits camilla -Kleiner Eisvogel
Apatura iris — Großer Schillerfalter
Araschnia levana — Landkärtchen
Nymphalis C-album — C-Falter
Nymphalis polychloros – Großer Fuchs
Nymphalis urticae — Kleiner Fuchs

Melithea athalia — Wachtelweizen-Scheckenfalter
Melithea diamina — Baldrian Scheckenfalter

Aphantopus hyperantus — Schornsteinfeger
Pararge aegeria — Waldbrettspiel
Lassiomata meara — Braunauge

Coenonympha pamphilus — Kleiner Wiesenvögelchen
Coenonympha glycerion — Rotbrauner Wiesenvögelchen
Maniola jurtina — Großes Ochsenauge

Erebia ligea — Weißbindiger Mohrenfalter
Erebia meolans — Gelbbindiger Mohrenfalter

Falter im Mai 2018

Im Mai gab es einmal die Überwinterer: Trauermantel, Kleinen Fuchs, Tagpfauenauge und Zitronenfalter, dann kamen aber der Aurorafalter hinzu, Tintenfleckweißling, Grünaderweißling und Kleiner Kohlweißling. Es zeigte sich der erste Perlmutterfalter, Silberfleck, die Frühlingsfalter Grüner Zipfelfalter und Gelbwürfeliger Dickkopf und Kleiner Würfeldickkopffalter. Im Verlauf zeigten sich auch Brauner Feuerfalter, Kleines Wiesenvögelchen und Kleiner Feuerfalter, sowie Raupen des Kleinen Fuchs. Ein Admiral und die ersten Bläulinge: Hauhechel und Rotklee ließen sich auch blicken. Überraschend waren ein frischer Kleiner Fuchs und ein Braunauge. Am Ende fanden wir sogar Wachtelweizenscheckenfalter, Hochmoor-, Magerrasen- und Randringperlmutterfalter und einen Baumweißling. Das sind 25 Arten. Nicht schlecht für einen teils sehr nassen Mai. Eigentlich vermisse ich nur C-Falter und Waldbrettspiel, die habe ich aber in diesem Mai nicht fotografiert.

61. Falter im Urseetal: Großer Fuchs – Nymphalis polychloros

Heute nachmittag war es erstmalig seit einer Woche nicht heiß oder regnete. Ein kurzer Spaziergang auf der Nordseite des Urseetales brachte mir ein Foto vom Aurorafalter, der erste der dieses Jahr sitzenblieb. Und ein Fuchs. Er war größer als sonst und ich habe mir sagen lassen, es ist ein großer. In der fb Grupe haben wir die Unterschiede zwischen Kleinem und Großem Fuchs ausführlich diskutiert: Es sind

  1. Die drei weißen Streifen auf der Vorderflügelkante sind bei Kleine Fuchs so lang wie die schwarzen, beim Großen viel kürzer.
  2. Der Kleine Fuchs hat drei schwarz Flecken auf dem Vorderflügel, der Große vier.
  3. Die Blaue Farbreihe geht beim Kleinen Fuchs über Hinter- und Vorderflügel, beim Großen findet sie sich nur auf dem Hinterflügel.
  4. Der Kleine Fuchs hat auf dem Hinterflügel zum Falterleib hin einen dunklen Saum, der Große bleibt da hell.

Der große Fuchs ist nach gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Er gilt als besonders gefährdet (Rote Liste: 2) in Baden-Württemberg.Vergleichsbild Kleiner Fuchs

Vorfrühlingsspaziergang im Urseetal

Die gute Nachricht zuerst: frische Fraßspuren vom Biber. Nachdem im letzten Frühjahr das Regierungspräsidium ein Stauhilfe gebaut hat, damit der Wasserspiegel nicht zu hoch wird, waren heuer ganz in der Nähe ein frisch gefällter Baum und Spuren an einem weiteren zu finden. Im Süden des Tales, wo die Sonne noch nicht hintrifft, ist es noch eisig, aber die Nordseite wird jeden Tag voll beschienen und erst Blüten sind auch schon zu sehen. Die erste Hummel konnte ich heute beobachten, einige Fliegen und ein paar Falter, zweimal Kleiner Fuchs und ein Zitronenfalter.

Frühe Falter schon aktiv: Birken-Jungferkind

Nachdem ich gestern und im Februar schon die ersten Zitronenfalter beochten konnte, flatterte mir heute ein neuer Falter vor die Kamera: Ein Birken-Jungfernkind ( Archiearis parthenias). Das ist ein Frühjahrsfalter, so früh allerdings wird er im Bergland allerdings normalerweise nicht beobachtet. Weiterhin habe ich einen Zitronenfalter und zwei kleine Füchse sehen, aber nicht fotografieren können.

Schmetterlingswanderung vom 12.August 2016

Neben Faltern wie Großes Ochsenauge, Schachbrettfalter, Kleiner und Brauner Feuerfalter, Hauhechel-Bläuling, Kleiner Kohlweißling, Grünaderweißling, Braundickkopffaltern, Admiral, Wachtelweizen-Scheckenfalter, Mädesüß-Perlmutterfalter, Feuriger Perlmutterfalter, waren heute auch zahlreiche Heuschrecken zu sehen: Hier zwei, die noch bestimmt werden müssen.

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Chorthippus biguttulus – Nachtigallen-Grashüpfer (oder ähnlich)
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Stenobothrus lineatus – Heidegrashüpfer

gleichzeitig haben wir zum ersten Mal nicht im Garten die Schwarze Heidelibelle (Sympetrum danae) fotografiert:

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Sympetrum sanguineum – Blutrote Heidelibelle

Wahrend der vergangenen Woche haben wir mehrfach das Weibchen und einmal auch das Männchen dieser hübschen Heidelibelle beobachtet

Perla maginata – Große Steinfliege

Bei schönen Wetter und Sonnenschein sind in Lenzkirch, an der Straße nach Raitenbuch, und am Moor große Steinfliegen geflogen. Wir haben die fotografiert. Die Bestimmung von Steinfliegen aus dem Internet war etwas mühsam: Wikipedia ist nicht umfassend für die Plecoptera, den lateinischen Namen der Familie. Der Kosmosnaturführer von Aichele hat nur eine Art. Steinfliegen sind für Gewässerforscher wichtige Insekten, da sie die Güte eines Gewässers anzeigen. Dabei sind aber die Larven wichtig und in deren Unterschiede sind auch gut beschrieben. Auf einer Seite aus Frankreich fanden sich schließlich Bilder, den den unseren zum Verwechseln ähnlich sehen.

Große Steinfliege
Große Steinfliege
Große Steinfliege
Große Steinfliege, Weibchen trägt ein Eipaket

Am Bähnleradweg von Lenzkirch nach Neustadt

Heute habe ich einige Falter beobachtet, unter anderem den Kurzschwänzigen Bläuling (Cupido argiades) und den Dunklen Dickkopffalter (Erynnis tages). Für beide Falter liegen keine Fundmeldungen im Gutachtal vor, jedenfalls nicht aus den letzten 10 Jahren. Kann man bei schmetterlinge-bw.de in Karlsruhe nachvollziehen. Ich habe die Falter am Bähnleradweg, dort wo er nach der Kiesgrube wieder in den Wald gelangt, beobachtet. Außerdem habe ich danach in der Nähe des Bahnhofs Kappel-Gutachbrücke noch eine Silberfleck-Perlmutterfalter gesehen und fotografiert. Ist kein schönes Bild, aber eindeutig identifizierbar.

20150510 Cupido argiades (6 von 2)
Kurzschwänziger Bläuling – Cupido argiades
20150510 Cupido argiades
Kurzschwänziger Bläuling — Cupido argiades
Dunkler Dickkopffalter Erynnis tages
Dunkler Dickkopffalter Erynnis tages

20150510 Boloria euphrosysne (8 von 3)

Kreuzottern im Urseetal

Der Check auf Kreuzottern um die Bahnlinie in Neustadt war sehr erfolgreich. In der kurzen Zeit, in der es gestern nicht geregtnet hat, wurden mehr als zehn Kreuzottern gesichtet, Männlein und Weibchen, auch teilweise sehr groß.

Das sollte auch im Urseetal Anlass sein, genau hinzusehen und die Stellen aufzuschreiben. Wir werden das hier nicht veröffentlich, würden uns aber freuen, wenn Schlangenmeldungen hier gepostet werden.

Viel Erfolg beim Suchen.

Die Urseetäler

Die mächtigste Tanne

in Baden-Württemberg wurde im Urseetal gemessen, sagt Thomas Emmerich, Leiter des Forstbezirks Titisee-Neustadt. Der Artikel in der Badischen Zeitung zeigt leider nicht den Baum, nur den Bürgermeister vor einem Tannenschnitt; hätte Ralf Morys den ganzen Baum fotografiert, wäre der Bürgermeister marginalisiert worden. Dann doch lieber den Bürgermeister fotografieren.

Die Tannen haben allerdings nur einen Anteil von 4 % auf der Lenzkircher Gemarkung, Das soll sich ändern bei der nächsten Forsteinrichtung. Anzustreben seien 20 % Tanne und 10 % Buche. Wir werden sehen.

Wüste Geschichte zum Ursee

Der Ursee hat schon für viel herhalten müssen, da macht ihm auch die neue wyst(isch)e (nicht mystische) Story nichts aus: Im Hochschwarzwaldkurier vom 17.Sept. 2014 findet sich ein Artikel von Lutz Franz über den Ursee: der unheilvolle Fluch vom Ursee. Das ist so dumm wie ein misratender Schulaufsatz und strotzt nur so von Un- und Halbwahrheiten, außerdem täuscht der Autor Dinge vor, die nachweislich nicht richtig sind.

1. Der Ursee ist für Wanderer nicht zugänglich. Man kann ihn  nur aus der Ferne sehen, weil er sich vor dem Besucher durch ein unzugängliches Moor schützt. Der Weg führt um den See und nicht dahin. Wüste Geschichte zum Ursee weiterlesen