Archiv der Kategorie: Vögel

Vogelhausgäste

Der späte Wintereinbruch hat bewirkt, dass uns eine ganzes Vogelheer besuchte, Dompfaff-Männchen in bis zu 5facher Ausführung gemeinsam mit den Weibchen, Zeisige , Bergfinken, Rotkehlchen, Amsel und dann noch die üblichen Meisen, Kohl- und Blaumeisen, Schwanzmeise, Haubenmeise. Die Bilder sind nicht alle höchste Qualität, weil schlechte Beleuchtung.

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Rotmilan

Heute Nachmittag saß dieser Rotmilan vorm Haus auf der Wiese. Bei abnehmendem Licht gelangen nur mit Rauschen und 500 mm Tele diese Aufnahme.

Rotmilan auf einer Wiese im Urseetal
Rotmilan auf einer Wiese im Urseetal

(Einen Tag später war dann im Laufe des Tages auch der zweite Vogel da. Wenn Sie länger da sind, gibt es vielleicht noch ein paar Fotos mehr.)

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(20120501)

Ein seltener Bewohner

Raubwürger 24-Jan-2012 im Urseetal
Raubwürger 24-Jan-2012 im Urseetal

Dieser Amsel-große Vogel ließ sich heute aus 50 m Entfernung fotographieren. Auffällig der schwarze lange Schwanz. Ein Würger, aber nicht der Neuntöter, der auch im Urseetal heimisch ist, sondern ein Raubwürger, von dem nur insgesamt 30 Brutpaare in Baden-Württemberg bekannt sind (Stand der Roten Liste 2004); andere Würger sind Zugvögel und jetzt nicht im Lande, dadurch vereinfacht sich die Bestimmung. Der Raubwürger ist ein sehr seltener Vogel. Er kommt fast in ganz Europta und in Sibieren vor, aber in Baden-Württemberg ist er extrem selten. Wir lassen einfach die Rote Liste sprechen (Kursiv und grau : Angaben aus der Legende der Roten Liste; Quelle: http://www.fachdokumente.lubw.baden-wuerttemberg.de/servlet/is/50139/rote_liste_brutvogelarten.pdf)

(Auszug aus der Roten Liste der Brutvögel Baden-Württemberg 2004)

Lanius excubitor Linnaeus, 1758 – Raubwürger (Grauwürger)

Status: I (Regelmäßig brütende heimische Vogelarten)

Gefährdungsstatus: 1 (vom Aussterben bedroht)

Brutbestand in Deutschland:1.800-2.500

Brutbestand in Baden-Württemberg: 20-30

Internationale Schutzrelevanz: SPEC 3 (Arten mit negativer Bestandsentwicklung bzw. ungünstigem Erhaltungszustand in Europa,

die aber nicht auf Europa konzentriert sind.)

Verantwortung Baden-Württembergs (Anteil am Brutbestand von Deutschland): etwa 1 %

Bestandsentwicklung: Trend –2 (Bestandsabnahme > 50 %)

Einstufung: a1 (sehr starke Bestandsabnahme (> 50 %) oder sehr starker Arealverlust

(1) sehr selten (< 100 BP d.h. Brutpaare) oder an wenigen Stellen (1-3 bei Koloniebrütern,

< 10 bei Einzelbrütern)

Gefährdungsursachen: Lebensraumverlust: Ausräumung und Zerstörung kleinflächig bewirtschafteter

Kulturlandschaft einschließlich der Streuobstgürtel; Zerstückelung des Lebensraumes

durch Feldwege- und Straßenbau; Zunahme von Störungen; Anwendung von Bioziden.

Notwendige Schutzmaßnahmen: Erhaltung großflächiger, extensiv genutzter Landschaften,

insbesondere mit Streuobstgebieten, Steinriegelhecken, Heiden und Flachmooren, Erhaltung

von Ödland- und Bracheflächen, keine Aufforstung von Wiesen-, Ödland-, Brache- und Niedermoorgebieten;

Reduzierung der Anwendung von Bioziden in der freien Landschaft; keine

weitere Erschließung der freien Landschaft mit befestigten Feldwegen.

Umso mehr freuen wir uns, dass wir heute diesen selten Bewohner entdecken konnten. Hoffentlich bleibt er uns erhalten.

ps: Wir haben den Fund an das Haus der Natur und die ornithologische Gesellschaft Baden-Württemberg gemeldet.

Schmetterlingsführung um die Kappeler Kiesgrube

Logo Heute nachmittag führte Peter Simon aus Titisee-Neustadt eine Gruppe von Interessierten auf eine Schmetterlingsexkursion entlang des Bähnleradweges in Kappel und zur ehemaligen Kiesgrube. Im Unterschied zu früheren Jahren wurden diesmal einige Schmetterlinge gefangen und konnten danach eindeutig bestimmt werden: Gerade bei den verschiedenen Perlmutterfaltern erwies sich die Methode als günstig: Es wurden, Silberfleck-Perlmutterfalter (Boloria euphorsyne), Randring-Perlmutterfalter (Boloria eunomia), Natterwurz-Perlmutterfalter (Boloria titania) und der Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis ino) bestimmt. Dazu wurden die häufigeren Arten Kleiner Fuchs, Schornsteinfeger, Kleines Wiesenvögelchen gezeigt. Bei den Mohrenfaltern flog der Gelbbindige Mohrenfalter (Erebia meolans). Bei schönstem Wetter gelang man zur Kiesgrube, wo in diesem Jahr noch keine Rinder weideten (Zum Glück). Dort waren zahlreiche Männchen und Weibchen des Hauhechelbläulings (Polyommatus icarus) zu finden.

Gebannt verfolgten die Teilnehmer immer wieder die Schwarzen (obere Bilder) und Roten (untere Bilder), die über dem Gutachtal kreisten.

SchwarzerMilan

Peter Simon wusste mit seinem Wissen über Lebensweise und Bedrohung der Schmetterlinge die Teilnehmer zu beeindrucken. Er konnte aber auch einige wunderschöne Pflanzen vorführen, Rote und Violette Akelei und (wenn auch wegen eines Wildschweinüberfalls von über 100 auf 1 Pflanze reduziert) die Orchideen in der Kiesgrube. Erschöpft nach dem langen und heißen Nachmittag, aber mit vielen neuen Informationen dankten ihm die Teilnehmer ganz herzlich.

Luftkampf zwischen Kolkrabe(!!) und drei Rabenkrähen

Wir hatten es ja schon vermutet, jetzt ist es offensichtlich: Kolkraben im Urseetal. Vier Krähenvögel im Luftkampf beobachtet, drei davon deutlich kleiner als der vierte Vogel, der dann auch noch mit einem tiefen Kroa ruft. Bisherige Rufe von Kolkraben in der Wutachschlucht, in Raitenbuch und im Urseetal beim Abzweig zum Möslehof wahrgenommen, aber nie einen Vogel gesehen. Heute dann am späten Nachmittag den Luftkampf beobachtet. Toll!