Archiv der Kategorie: Nymphalidae – Edelfalter

Wieder beim Fotoshooting

Nach langer Zeit habe ich mir heute die Kamera geschnappt und wieder fotografiert. Mein langjähriger Begleiter Darwin ist leider schon 18 Monate nicht da, er ist mit 17 Jahren gestorben. Es war zwar nicht ein Schmetterlingsfest, dafür war zuviel frisch gemäht, aber doch viele Arten und teilweise viele Exemplare: Wieder beim Fotoshooting weiterlesen

Mittlerer Perlmutter – Argynnis niobe, 47. Tagfalterart im Urseetal

Beim Katalogisieren von Falterbildern aus vier Jahren Beobachtung ist der nächste Falter, der 47. Tagfalter, aufgetaucht: Argynnis niobe – Mittlerer Perlmutterfalter.

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Ein Falter, der in Baden-Württemberg (BW) fast ausschließlich im Schwarzwald, vor allem im Hochschwarzwald und vereinzelt auf der Schwäbischen Alb vorkommt. Hier an Rotklee saugend. Wegen der geringen Zahl der Funde ist diese Art in BW wenig untersucht, Eiablage und Raupennahrung sind nicht bekannt.

Diese Falterart gilt als gefährdet und ist besonders geschützt.

Großer Schillerfalter

Logo Heute neben Admiral (Vanessa atalanta), Tagpfauenauge (Nymphalis io) und Kleinem Fuchs (Nymphalis urticae) im Urseetal den Großen Schillerfalter (Apatura iris; 1. Lebendfoto) fotografiert.

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Der Falter wird relativ selten beobachtet, da er meistens in den Wipfeln der Bäume fliegt; dieser stand wohl auf Hundekot. Charakteristisch als Unterschied zum kleinen Schillerfalter ist a) das Fehlen eines Augenfleckes auf der Vorderflügel-Oberseite und b) die deutlich rötliche Färbung auf der Hinterflügel-Unterseite sowie c) die Zacke in der weißen Binde dort. Nach der Bundes-Artenschutz-Verordnung besonders beschützt, in Baden-Württemberg eine Art der Vorwarnliste (Teil der Roten Liste)

Perlmutterfalter

Heute am Sonntag Nachmittag am Naturschutzgebiet fünf verschiedene Perlmutterfalter fotografiert: Kaisermantel (Argynnis paphia), Großer Perlmutterfalter (Argynnis aglaja), Braunfleckiger Perlmutterfalter (Boloria selene), Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis ino) und Natterwurz-Perlmutterfalter (Boloria titania). Dagegen sind die Bläulinge aktuell fast verschwunden, nachdem die Wiesen im Urseetal innerhalb von einer Woche vollständig mit (soweit ich es sehen kann) einer Ausnahme gemäht wurden. Im Garten fand sich aber immerhin am Thymian ein Weibchen vom Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe).

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(Klicken auf das Bild öffnet eine große Version.)

Kleines Pfingstgeschenk: Hochmoor-Perlmutterfalter

Der Hochmoor-Perlmutterfalter (Boloria aquilonaris) ist vom Aussterben bedroht (andere Lesart: stark gefährdet) und wird daher besonders geschützt. Das ist jetzt der 45. Tagfalter im Urseetal.

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Sowohl am 12. Juni und am 16. Juni haben wir den Hochmoor-Perlmutterfalter beobachtet.

Bei dieser Bestimmung haben das Lepiforum (Forum für Schmetterlinge und ihre Freunde) und Peter Simon aus Titisee-Neustadt geholfen. Herzlichen Dank!

Falter fotografiert

(auf das Bild klicken für eine Vergrößerung)

Die drei Schmetterlinge von heute sind besonders farbenprächtig: Natternwurz-Perlmutterfalter (Boloria titania; links), Lilagold-Feuerfalter (Lycaena hippothoe; mitte) und Violetter Feuerfalter (Lycaena alciphron; rechts).

Alle drei sind besonders geschützt durch die Bundesartenschutzverordnung; beide Feuerfalter gelten nach der Roten Liste als stark gefährdet, der Perlmutterfalter als gefährdet.

Schmetterlingsführung um die Kappeler Kiesgrube

Logo Heute nachmittag führte Peter Simon aus Titisee-Neustadt eine Gruppe von Interessierten auf eine Schmetterlingsexkursion entlang des Bähnleradweges in Kappel und zur ehemaligen Kiesgrube. Im Unterschied zu früheren Jahren wurden diesmal einige Schmetterlinge gefangen und konnten danach eindeutig bestimmt werden: Gerade bei den verschiedenen Perlmutterfaltern erwies sich die Methode als günstig: Es wurden, Silberfleck-Perlmutterfalter (Boloria euphorsyne), Randring-Perlmutterfalter (Boloria eunomia), Natterwurz-Perlmutterfalter (Boloria titania) und der Mädesüß-Perlmutterfalter (Brenthis ino) bestimmt. Dazu wurden die häufigeren Arten Kleiner Fuchs, Schornsteinfeger, Kleines Wiesenvögelchen gezeigt. Bei den Mohrenfaltern flog der Gelbbindige Mohrenfalter (Erebia meolans). Bei schönstem Wetter gelang man zur Kiesgrube, wo in diesem Jahr noch keine Rinder weideten (Zum Glück). Dort waren zahlreiche Männchen und Weibchen des Hauhechelbläulings (Polyommatus icarus) zu finden.

Gebannt verfolgten die Teilnehmer immer wieder die Schwarzen (obere Bilder) und Roten (untere Bilder), die über dem Gutachtal kreisten.

SchwarzerMilan

Peter Simon wusste mit seinem Wissen über Lebensweise und Bedrohung der Schmetterlinge die Teilnehmer zu beeindrucken. Er konnte aber auch einige wunderschöne Pflanzen vorführen, Rote und Violette Akelei und (wenn auch wegen eines Wildschweinüberfalls von über 100 auf 1 Pflanze reduziert) die Orchideen in der Kiesgrube. Erschöpft nach dem langen und heißen Nachmittag, aber mit vielen neuen Informationen dankten ihm die Teilnehmer ganz herzlich.