Archiv der Kategorie: Noctuidae – Eulen

Über 200 neue Nachtfalter in diesem Jahr 2019 bisher

Seit dem 1.4.2019 haben wir 220 neue Nachtfalter (eingeschlossen Kleinschmetterlinge) neu dokumentiert. Der Vergleich mit dem Buch von Steiner und anderen (Die Nachtfalter Deutschlands) und der Landesdatenbank Baden-Württembergs sind jetzt 50 % der möglichen Spanner (Geometridae)  fotografiert.

Der letzte auffallende Fund war Catocala fraxini (Blaues Ordensband) am 6.10.2019

 

Das ist aber nur der Höhepunkt der diesjährigen Faltersaison. Der Falter ist die größte Eule, die bei uns vorkommt. Er hat eine Spannweite von bis zu 10 cm. ( 9 waagerechte Fäden im Netz sind 1cm). Er ist durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU besonders geschützt. C. fraxini und C. nupta konnten bisher im Urseetal fotografiert werden. Vor dem von mit beschriebenen Fund hat in diesem Jahr schon H. Ulsamer einen C. fraxini aus der Wutachschlucht in Lenzkirch gezeigt.

Neue Falter im Urseetal

Die Sammlung von Falter im Urseetal wird größer: Nicht bei den Tagfaltern, aber bei den Nachtfaltern und den Kleinschmetterlingen.

Nachtfalter: Die Raupe der Graue Felsflur-Staubeule (Hoplodrina respersa), eine Rotbraune Frühlingseule (Cerastis rubicosa), ein Frühlingskreuzflügel (Alsophila aescularia), Graugelber Breitflügelspanner (Agriopis marginaria), Hellgrauer Lappenspanner (Trichopteryx carpinata), ein Ringfleck-Rindenspanner (Cleora cinctaria), Großer Berberitzenspanner (Hydria cervinalis).

Kleinschmetterlinge: Buchenmotte (Diurnea fagella), Depressaria chaerophylli, Pyrausta despicata, Cydia strobella.

Hellgraue Holzeule – Lithophane ornitopus

Am dritten Tag des Köderns gab es eine weitere Eule aus der Unterfamilie Xyleninae: Die Hellgraue Holzeule (Lithophane ornitopus). Diese Eule schlüpft schon im September, hat dann, wenn es ganz kalt wird, Winterruhe und wacht wieder auf, wenn es wärmer wird.

Erstes Ködern

Gestern habe ich erstmals Köder benutzt, um Nachtfalter anzulocken. Das hat ganz gut funktioniert, außer dass es mir schnell zu kalt wurde. So habe ich nach sechs Faltern abgebrochen. Zwei Arten konnten bestimmt werden: Heidelbeer-Wintereule (Conistra vaccini) und die Satellit-Wintereule (Eupsilia transversa). Die erste habe ich vorher schon fotografiert, die Satellit-Wintereule ist neu.

Heidelbeer-Wintereule (Conistra vaccini)
Satellit-Wintereule (Eupsilia transversa)

Falterwanderung am 1. Juni 2018 trotz widriger Wettervorhersage

Randringperlmutterfalter, B. eunomia

Randringperlmutterfalter, B. eunomia

Lilagold-Feuerfalter, Lycaena hippothoe

Waldbrettspiel, Pararge aegeria

Baumweißling, Aporia crataegi

Baumweißling, Aporia crataegi

Baumweißling, Aporia crataegi

Rostfarbiger Dickkopffalter, Ochloges sylvanus

Rotkleebläuling, CYaniris semiargus

Hauhechelbläuling (männlich), Polyommatus icarus

Hauhechelbläuling (weiblich), Polyommatus icarus

Kleines Wiesenvögelchen, Coenonypha pamphilus

Soweit die Tagfalter, gesehen haben wir auch wieder den Hochmoorperlmutterfalter, ab der setzte sich nicht nahe genug.

Heidespanner (männlich), Ematurga atomaria

Heidespanner (weiblich), Ematurga atomaria

Gitterspanner, Chisma clathrata

Hartheuspanner (Siona lineata)

Hartheuspanner (Siona lineata)

Braune Tageule, Euclidia glyphica

Grünwidderchen (ohne Genitaluntersuchung keine Artangabe möglich)

Grünwidderchen

Wegerichbär, Parasenia plantaginis

Die Faltersaison hat begonnen!

Anders als in den Vorjahren waren März und April für Falter ziemlich kalt. Deshalb gibt es März von Lenzkirch keine Falterfotos und vom April sind vor allem die Überwinterer Trauermantel, Zitronenfalter,  Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge und C-Falter gesichtet worden. Ab dem 20. April flogen auch die ersten Weißlinge, vor allem der Aurorafalter. Auch der Grüne Zipfelfalter zählt zu den wenigen, die wir im April gesehen haben.

weibl.Aurorafalter

Paarung Aurorafalter

Kleiner Kohlweißling

Kleiner Fuchs

Tintenfleck-Weißling

Braungrauer Wellenstriemenspanner

Braune Tageule

Zwei Zitronenfalter, aber keine Paarung

Admiral

Tagpfauenauge

Pantherspanner

Kleiner Feuerfalter

männlicher Heidespanner

kleiner Kleiner Fuchs

Grüner Zipfelfalter

männlicher Aurorafalter

Hornkrauteulchen

Zitronenfalter

Noch lebt die Wüste!

Nachdem wir schon einige Nächte mit Nachtfrost hatten, sollte man meinen, dass kein Schmetterling überlebt hat. Nichts ist’s: Vorsichtshalber waren die Balkonblumen in den Wintergarten umgelagert und haben die Frostnächte überlebt. Jetzt, wo es keinen Frost mehr hat, stehen sie wieder auf dem Balkongeländer – und siehe da: Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) vor sieben Tagen und heute angeblich schon wieder, dabei war es heute eine Gammaeule (Autographa gamma). Es gibt allerdings auch fast keine andere Blütenpflanzen mehr, denn die Wiesen sind alle gemäht und die Gartenblumen nach den Frostnächten erfroren. Wenn ich Schmetterling wäre, würde ich mich auch hier einfinden.

 

AutographaGamma_Gamma-Eule_IMGP9962Macroglossum-stellatarum_IMGP9952

Cerapteryx graminis – Dreizack-Graseule

Cerapteryx graminis - Dreizack-Graseule - 2011-08-14
Cerapteryx graminis – Dreizack-Graseule – 2011-08-14

Gestern bei Sonne und viel Wind eine übliche Falterwanderung am Waldrand im Urseetal gemacht. Wo früher im Jahr hunderte von Tagfaltern flogen, habe ich außer mehreren Kleinen Kohlweißlingen (?) einen kleinen Feuerfalter und einige Nachtfalter gesehen. Dieser hier ließ sich fotografieren: Es ist Cerapteryx graminis – Dreizack-Graseule . Der Falter ist eher im Gebirge und dort bis zu einer Höhe von 2000 msm zu finden. Als Habitat werden “Feuchte Wiesen, Moorwiesen, grasige Schonungen” (aus der Insektenbox) genannt. Flugzeit Juli bis September

Spilosoma urticae – Schmalflügeliger Fleckleibbär

Ein Irrläufer in unserem Bad:

SAM_1250
Schmalflügeliger Fleckleibbär – 2011-08-11

Auf dem Rücken hat das Tier noch eine helle Linie. Es handelt sich um den Schmalflügeligen Fleckleibbär aus der Familie der Bärenspinner (Arctiinae). Der Falter selbst ist leuchtend weiß.