Archiv der Kategorie: Lepidoptera – Schmetterlinge

62. Tagfalterart im Urseetal: Pflaumenzipfelfalter – Satyrium pruni

Satyrium pruni – Pflaumen-Zipfelfalter

Bei der Falterwanderung heute haben wir diesen Falter auf Wiesenkerbel zweimal gesehen, leider gelang nur dieses eine Foto. Der Falter ist in Baden-Württemberg nicht auf der Roten Liste. Hier im Urseetal haben wir ihn noch nie gesehen und bei Insectis Online, der Landesdatenbank ist er auch noch nie hier bemeldet worden. Die orange breite Binde ist charakteristisches Merkmal.

Zwei Wochen später waren wenigstens zwei Falter regelmäßig zu beobachten für ca 5 Tage.

Falterwanderung am 1. Juni 2018 trotz widriger Wettervorhersage

Randringperlmutterfalter, B. eunomia
Randringperlmutterfalter, B. eunomia
Lilagold-Feuerfalter, Lycaena hippothoe
Waldbrettspiel, Pararge aegeria
Baumweißling, Aporia crataegi
Baumweißling, Aporia crataegi
Baumweißling, Aporia crataegi
Rostfarbiger Dickkopffalter, Ochloges sylvanus
Rotkleebläuling, CYaniris semiargus
Hauhechelbläuling (männlich), Polyommatus icarus
Hauhechelbläuling (weiblich), Polyommatus icarus
Kleines Wiesenvögelchen, Coenonypha pamphilus

Soweit die Tagfalter, gesehen haben wir auch wieder den Hochmoorperlmutterfalter, ab der setzte sich nicht nahe genug.

Heidespanner (männlich), Ematurga atomaria
Heidespanner (weiblich), Ematurga atomaria
Gitterspanner, Chisma clathrata
Hartheuspanner (Siona lineata)
Hartheuspanner (Siona lineata)
Braune Tageule, Euclidia glyphica
Grünwidderchen (ohne Genitaluntersuchung keine Artangabe möglich)
Grünwidderchen
Wegerichbär, Parasenia plantaginis

Falter im Mai 2018

Im Mai gab es einmal die Überwinterer: Trauermantel, Kleinen Fuchs, Tagpfauenauge und Zitronenfalter, dann kamen aber der Aurorafalter hinzu, Tintenfleckweißling, Grünaderweißling und Kleiner Kohlweißling. Es zeigte sich der erste Perlmutterfalter, Silberfleck, die Frühlingsfalter Grüner Zipfelfalter und Gelbwürfeliger Dickkopf und Kleiner Würfeldickkopffalter. Im Verlauf zeigten sich auch Brauner Feuerfalter, Kleines Wiesenvögelchen und Kleiner Feuerfalter, sowie Raupen des Kleinen Fuchs. Ein Admiral und die ersten Bläulinge: Hauhechel und Rotklee ließen sich auch blicken. Überraschend waren ein frischer Kleiner Fuchs und ein Braunauge. Am Ende fanden wir sogar Wachtelweizenscheckenfalter, Hochmoor-, Magerrasen- und Randringperlmutterfalter und einen Baumweißling. Das sind 25 Arten. Nicht schlecht für einen teils sehr nassen Mai. Eigentlich vermisse ich nur C-Falter und Waldbrettspiel, die habe ich aber in diesem Mai nicht fotografiert.

Die Faltersaison hat begonnen!

Anders als in den Vorjahren waren März und April für Falter ziemlich kalt. Deshalb gibt es März von Lenzkirch keine Falterfotos und vom April sind vor allem die Überwinterer Trauermantel, Zitronenfalter,  Kleiner Fuchs, Tagpfauenauge und C-Falter gesichtet worden. Ab dem 20. April flogen auch die ersten Weißlinge, vor allem der Aurorafalter. Auch der Grüne Zipfelfalter zählt zu den wenigen, die wir im April gesehen haben.

weibl.Aurorafalter
Paarung Aurorafalter
Kleiner Kohlweißling
Kleiner Fuchs
Tintenfleck-Weißling
Braungrauer Wellenstriemenspanner
Braune Tageule
Zwei Zitronenfalter, aber keine Paarung
Admiral
Tagpfauenauge
Pantherspanner
Kleiner Feuerfalter
männlicher Heidespanner
kleiner Kleiner Fuchs
Grüner Zipfelfalter
männlicher Aurorafalter
Hornkrauteulchen
Zitronenfalter

61. Falter im Urseetal: Großer Fuchs – Nymphalis polychloros

Heute nachmittag war es erstmalig seit einer Woche nicht heiß oder regnete. Ein kurzer Spaziergang auf der Nordseite des Urseetales brachte mir ein Foto vom Aurorafalter, der erste der dieses Jahr sitzenblieb. Und ein Fuchs. Er war größer als sonst und ich habe mir sagen lassen, es ist ein großer. In der fb Grupe haben wir die Unterschiede zwischen Kleinem und Großem Fuchs ausführlich diskutiert: Es sind

  1. Die drei weißen Streifen auf der Vorderflügelkante sind bei Kleine Fuchs so lang wie die schwarzen, beim Großen viel kürzer.
  2. Der Kleine Fuchs hat drei schwarz Flecken auf dem Vorderflügel, der Große vier.
  3. Die Blaue Farbreihe geht beim Kleinen Fuchs über Hinter- und Vorderflügel, beim Großen findet sie sich nur auf dem Hinterflügel.
  4. Der Kleine Fuchs hat auf dem Hinterflügel zum Falterleib hin einen dunklen Saum, der Große bleibt da hell.

Der große Fuchs ist nach gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung besonders geschützt. Er gilt als besonders gefährdet (Rote Liste: 2) in Baden-Württemberg.Vergleichsbild Kleiner Fuchs

Neu ein Zahnspinner Ende November

Zahnspinner hatte ich bis jetzt nicht in meiner Sammlung. Am 18.11. hing er um 23 Uhr an meiner Fensterscheibe: Ptilophora plumigera (Herbst-Zahnspinner),  wie sich in der Facebook-Gruppe Einheimische Schmetterlinge herausstellte. Einmal wurde der Falter in letzter Zeit in Hinterzarten beobachtet, sonst gibt es für den Hochschwarzwald nur Fundmeldungen von vor 1945. Er steht nicht auf der Roten Liste. Besonders auffallend sind bei den Männchen die doppelseitig gekämmten Fühler.

Ptilophora plumigera (Herbst-Zahnspinner)
Ptilophora plumigera (Herbst-Zahnspinner)
Ptilophora plumigera (Herbst-Zahnspinner)

Magerrasen-Perlmutterfalter — Boloria dia, der 60. Tagfalter im Urseetal

Heute habe ich zufällig einen kleinen Perlmutterfalter im Garten entdeckt. Der Magerrasen-Perlmutterfalter wurde im Urseetal noch nie dokumentiert. Die Rote Liste führt ihn unter stark gefährdet.

Magerrasen-Perlmutterfalter
Bolorai dia
Magerrasen-Perlmutterfalter
Bolorai dia

Von den möglicherweise vorkommenden Perlmutterfaltern fehlt jetzt nur der Kleine Perlmutterfalter auf der Liste der Falter im Urseetal.

Nächster Tagfalter (57) im Urseetal: Faulbaumbläuling am 23.03.2017

Beim Spaziergang heute mittag fand ich zwei Trauermäntel, mehrere Kleine Füchse, einen Admiral, wenigstens drei Zitronenfalter und am Haus einen noch nicht bekannten Bläuling: den Faulbaumbläuling (Celastrina argiolus). Wegen des frühen Termins und der klaren Zeichnung ist keine Verwechslung möglich.

Celastrina argiolus – Faulbaumbläuling

(Nachtrag: Der Faulbaumbläuling wurde seit Beginn der Nachweise noch nie in Lenzkirch beobachtet!)

Interessante Insekten

Bei der Falterwanderung heute (19.08.2016) war es zu dunkel und kalt, als dass die ganze Falterpracht zu sehen war. Dafür aber bekamen wir heute einige Insekten zu sehen, die nicht alltäglich sind. Die Wanze taucht unter “Bilder von Wanzen” nicht auf , auch nicht in der Insektenbox, wo viele Wanzen beschrieben werden. Zu Hause saß dann ein großer Mochusbock an der Wand: Der Kabelschacht auf dem ersten Bild ist 2,8 cm breit, der Käfer ist etwa so lang ohne Fühler. Insgesamt ist er ein beachtliches Tier.

20160819Falterwanderung-20
Larve der Purpur-Fruchtwanze (Carpocoris purpureipennis)

20160819Mochusbock-32 20160819Mochusbock-34

20160819Mochusbock-37
Mochusbock – Aromaria moschata (hier mit Blitz)

Falter waren heute auch zu sehen: Sehr frisch Rotkleebläuling und Hauhechelbläuling, auch die Trauermäntel fliegen in der neuen Generation.

20160819Falterwanderung-4
Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus
20160819Falterwanderung-29
Rotklee-Bläuling – Polyommatus semiargus
20160819Falterwanderung-32
Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus
Trauermantel - Nynphalis antiopa
Trauermantel – Nynphalis antiopa

Esparsetten-Widderchen (Zygaena carniolica) in der Kiesgrube in Kappel

In der Kiesgrube Kappel konnten in diesem Jahr erstmals seit der Erfassung von Schmetterlingen das Esparsetten-Widderchen (Zygaena carniolica) beobachtet werden. Mit dem Thymian- und dem Bibernell-Widderchen hat diese Art gemeinsam, dass sie am späten Nachmittag oder am frühen Abend sich gesellig auf einigen Pflanzen versammelt. Bis zu zehn Falter saßen auf den Blüten des Wilden Majorans. Es war richtig beeindruckend.

Das Esparsetten Widderchen hat seine roten Flecken mit ein silbernen Band umrandet, dazu sind die Flecken von einander abgegrenzt. Anders als beim Bergkronen-Widderchen, bei dem die Flecken zusammenhängen.

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Schmetterlinge im Mai und Juni

Morgen, 10.6. findet die nächste Schmetterlingswanderung im Urseetal statt. Im Mai waren von den Tagfaltern Silberfleckperlmutterfalter, Grüner Zipfelfalter, Aurorafalter, Zitronenfalter und Kleiner Würfeldickkopffalter immer zu sehen. Von den übrigen Weißlingen war zu Ende des Monats zweimal ein Grünaderweißling zu beobachten, es flogen aber viele andere, nur waren sie nicht zu bestimmen. Aber auch der Trauermantel und der Kleine Feuerfalter waren immer wieder zu sehen. Am Ende des Monats kamen dann der Gelbwürfelige Dickkopffalter, Waldbrettspiel und ein Brauner Feuerfalter hinzu. Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs waren nur anfänglich zu sehen.

Nachtfalter flogen erst ab Mitte Mai: häufig Pantherspanner, Flecklaib-Labkrautspanner, Braune Tageule und Tagscheckeule, dazu ein Tageulchen, eine Minifalter.

Für den Juni können wir Scheckenfalter, weitere Perlmutterfalter, evtl auch schon Lilagold- und Violetten Feuerfalter erwarten. Dazu die Wiesenfalter Ochsenauge und Wiesenvögelchen. Jedenfalls soll es morgen warm werden und damit wird es Falterwetter:

Treffpunkt:

11.00 Uhr Grabenstrasse/Spitzhalde, Dauer etwa 2,5 Stunden evtl. auch länger. Die Wiesen sind nass, also geeignetes Schuhwerk anziehen.

Bericht Schmetterlingswanderung

Datum 6.6.2015: Teilnehmer außer mir 6; Wanderung im Urseetal 2:30 Stunden.
Schmetterlinge:
Grüne Zipfelfalter (Brombeerzipfelfalter): mehr als 15;
Zitronenfalter: mehr als 10;
Aurorafalter: mehr als 10;
Tagpfauenauge: mehr als 10;
Trauermantel: mehr als 5;
Kleiner Fuchs: mehr als 5;
Admiral: 1;
Kleiner Feuerfalter: mehrere;
Heidespanner: 1.
Nymphalis antiopa
Trauermantel – Nymphalis antiopa
2016-05-05AuroraFalter-9
Aurorafalter – Anthocharis cardamines
Pyrgus malvae - Kleiner Würfeldickkopffalter
Kleiner Würfeldickkopffalter – Pyrgus malvae
IMGP3415
Grüner Zipfelfalter – Callaphrys rubi
Soviele Grüne Zipfelfalter habe ich noch nie an einem Tag gesehen. Auch die Trauermäntel in dieser Zahl waren neu. Wir sind genau dort gelaufen, wo ich seit Jahren Falter beobachte. Etwas überrascht hat mich das fast völlige Fehlen von Nachtfaltern.
Die auswärtigen Teilnehmer waren äußerst zufrieden

Schmetterlingswanderung im Urseetal

Ab Freitag, den 6. Mai 2016, biete ich freitags, um11 Uhr, wenn es nicht regnet, bis zum 15. August zusammen mit der Hochschwarzwaldtouristik GmbH eine Schmetterlingswanderung an. Treffpunkt ist der Abzweig Grabenstrasse / Spitzhalde in Lenzkirch. Dort hat es Parkplätze. Dauer etwa 3 Stunden. Festes  Schuhwerk empfohlen. Der Beitrag ist 4 Euro pro Person.

Beginn der Schmetterlingssaison

Bei Sonnenschein und 15 °C heute im Urseetal vier Nymphalis-Arten fotographiert, während die Zitronenfalter sich nicht in Sichtweite niederließen: Aglais (Nymphalis) io (Tagpfauenauge), Nymphalis antiopa (Trauermantel), Polygonia c-album (C-Falter), und Aglais urticae (Kleiner Fuchs). Diese Falter flogen, obwohl an dem ganzen Weg unterhalb der Lothar-Lichtung praktisch außer ganz vereinzelt Weiße Pestwurz noch keine Blüte zu sehen war. An der Wiese zur ehemaligen Deponie blühte dagegen Wiesenschaumkraut, doch der Aurorafalter, der daran seine Eier absetzt, war noch nicht zu sehen.

Nymphalis io
Nymphalis io
Nymphalis antiopa
Nymphalis antiopa
Nymphalis urticae
Nymphalis urticae
Nymphalis urticae
Nymphalis urticae
Nymphalis c-album
Nymphalis c-album

59 Tagfalterarten im Urseetal

Im Urseetal:

Pyrgus Malvae — Kleiner Würfeldickkopffalter
Erynnis targes — Dunkler Dickkopffalter
Thymelicus lineola — Schwarzkolbiger Braun-Dickkopffalter
Thymelicus sylvestris — Braunkolbiger Braun-Dickkopffalter
Ochlodes sylvanus — Rostfarbiger Dickkopffalter
Hesperia comma — Komma-Dickkopffalter
Carterocephalus palaemon — Gelbwürfeliger Dickkopffalter
Spalia sertorius — Roter Würfeldickkopffalter

Aporia crataegi — Baum-Weißling
Pieris brassicae — Großer Kohlweißling
Pieris rapae — Kleiner Kohlweißling
Pieris napi — Grünader-Weißling
Anthocharis cardamines — Aurorafalter
Gonepteryx rhamni — Zitronenfalter
Melanargia galathea — Schachbrettfalter
Colias crocea — Wander-Gelbling, Postillon
Leptidea sinapis/juvernica — Senf/Tintenfleckweißling
Colias palaeno — Hochmoorgelbling

Lycaena hippothoe — Lilagold-Feuerfalter
Lycaena alciphron — Violetter Feuerfalter
Lycaena phleas — Kleiner Feuerfalter
Lycaena tityrus — Brauner Feuerfalter
Thecla betulae — Nierenfleck-Zipfelfalter
Satyrium w-album — Ulmen-Zipfelfalter
Callophrys rubi — Grüner Zipfelfalter

Cupido minimus — Zwerg-bläuling
Celastrina argiolus — Faulbaumbläuling
Cupodo argiades — Kurzschwänziger Bläuling
Polyommotus semiargus — Rotklee-Bläuling
Pseudophilotes baton — Westlicher Quendel-Bläuling
Polyommatus icarus — Hauhechel-Bläuling

Papilio machaon — Schwalbenschwanz

Argynnis paphia — Kaisermantel
Argynnis aglaja — Großer Perlmutterfalter
Argynnis adippe — Feuriger Perlmutterfalter
Argynnis niobe — Mittlerer Perlmutterfalter
Brenthis ino — Mädesüß-Perlmutterfalter
Boloria aquilonaris — Hochmoor-Perlmutterfalter
Boloria titania — Natterwurz-Perlmutterfalter
Boloria selene — Braunfleckiger Perlmutterfalter
Boloria euphrosyne — Silberfleck-Perlmutterfalter
Boloria eunomia — Randring-Perlmutterfalter

Nymphalis antiopa — Trauermantel
Nymphalis io — Tagpfauenauge
Vanessa cardui — Distelfalter
Vanessa atalanta — Admiral
Apatura iris — Großer Schillerfalter
Araschnia levana — Landkärtchen
Nymphalis C-album — C-Falter
Nymphalis urticae — Kleiner Fuchs

Melithea athalia — Wachtelweizen-Scheckenfalter
Melithea diamina — Baldrian Scheckenfalter

Aphantopus hyperantus — Schornsteinfeger
Pararge aegeria — Waldbrettspiel
Lassiomata meara — Braunauge

Coenonympha pamphilus — Kleiner Wiesenvögelchen
Coenonympha glycerion — Rotbrauner Wiesenvögelchen
Maniola jurtina — Großes Ochsenauge

Erebia ligea — Weißbindiger Mohrenfalter
Erebia meolans — Gelbbindiger Mohrenfalter

 

sind am 28.06.2017 12.04.2017 29.01.2016 56 57 59 dokumentierte Tagfalter im Urseetal.

Naturschutzgebiet Wolfmoos als Weihnachtsgeschenk für Lenzkirch

Am 23. Dez. 2015 hat die Regierungspräsidentin die Satzung für das neue NSG Wolfmoos unterschrieben. Damit erhält Lenzkirch neben dem Urseetal und der Gutachschlucht ein weiteres NSG. Wir haben schon früher über dieses geplante NSG berichtet, über seltene Heuschrecken zum Beispiel. Vier einhalb Jahre nach der ersten öffentlichen Ankündigung ist das NSG in trockenen Tücher, damit die Wiesen weiterhin Nasswiesen sein können, damit die extensive Landwirtschaft festgeschrieben wird, damit die seltenen Pflanzen und Tiere den besonderen Schutz des Gesetzes erfahren.

2 Mecostethus grossus - Sumpfschrecken
2 Mecostethus grossus – Sumpfschrecken

Diese Sumpfschrecken (Mecostethus grossus) haben wir im September 2014 mitten im jetzigen NSG fotographiert. Das Männchen schlägt zum “Zirben” mit dem Hinterbein aus. Dabei  “streicht der Enddorn der Hinterschiene über den Flügel” (Heiko Bellmann: Heuschrecken beobachten bestimmen, Neumann-Neudamm 1985).

Die Zebraspinne bevorzugt warme Stellen, bevorzugt in Mittelmeerländern. Warum soviele davon auf dem Südhang über dem NSG nach Kappel hin saßen, ist uns nicht klar geworden. Es waren schon beeindruckende Examplare zu sehen.

Argiope bruennichi - Zebraspinne
Argiope bruennichi – Zebraspinne

Boloria eunomia imgp8488

Der Randring-Perlmutterfalter (Boloria eunomiea) wird in der Mitteilung des Regierungspräsidium ausdrücklich erwähnt. Dieses prächtige Exemplar stammt allerdings aus dem Urseetal. Damit dieser Falter im Wolfmoos überleben kann, dürfen die Wiesen und der Wiesenknöterich auf diesen erst im Herbst gemäht werden. Im Urseetal findet das statt, bzw. es gibt viele Nasswiesen, die fast nie gemäht werden, aber für das Gebiet Wolfmoos haben wir da unsere Zweifel.

Wir freuen uns auf dieses neue Naturschutzgebiet und beglückwünschen die Verantwortlichen.