Archiv der Kategorie: Coeleoptera – Käfer

Interessante Insekten

Bei der Falterwanderung heute (19.08.2016) war es zu dunkel und kalt, als dass die ganze Falterpracht zu sehen war. Dafür aber bekamen wir heute einige Insekten zu sehen, die nicht alltäglich sind. Die Wanze taucht unter “Bilder von Wanzen” nicht auf , auch nicht in der Insektenbox, wo viele Wanzen beschrieben werden. Zu Hause saß dann ein großer Mochusbock an der Wand: Der Kabelschacht auf dem ersten Bild ist 2,8 cm breit, der Käfer ist etwa so lang ohne Fühler. Insgesamt ist er ein beachtliches Tier.

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Larve der Purpur-Fruchtwanze (Carpocoris purpureipennis)

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Mochusbock – Aromaria moschata (hier mit Blitz)

Falter waren heute auch zu sehen: Sehr frisch Rotkleebläuling und Hauhechelbläuling, auch die Trauermäntel fliegen in der neuen Generation.

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Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus
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Rotklee-Bläuling – Polyommatus semiargus
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Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus
Trauermantel - Nynphalis antiopa
Trauermantel – Nynphalis antiopa

Goldglänzender Laufkäfer

Heute lief mir dieser wunderschöne (und geschützte) Käfer (Carabus auronitens) über die Strasse. Vom Goldlaufkäfer (Carabus auratus) unterscheidet er sich dadurch, dass bei C.auratus 1. die ersten vier Fühlerglieder – und nicht wie hier nur das erste – rot sind und 2. die Rippen der Hinterflügel grüngolden gefärbt und nicht schwarz wie hier. Der Käfer frisst Schnecken, Würmer und Insekten, bis zum 1,5fachen seines eigenen Körpergewichtes pro Tag. C. auronitens ist wie alle Carabus-Laufkäfer geschützt.

Goldglänzender Laufkäfer - Carabus auronitens
Goldglänzender Laufkäfer – Carabus auronitens

Leuchtkäfer!

Seit einigen Wochen beobachten wir immer wieder Leuchtkäfer bei unseren Abendspaziergängen. Ein Foto können wir noch nicht bieten. Es sind wohl die Weibchen des Große Johannisglühwürmchen (Lampyris noctiluca), da deutlich zwei Streifen und eine Punktreihe erkennbar sind, wie Sie in der Wikipedia beschrieben werden. In früheren Jahren haben wir gelegentlich mal ein Glühwürmchen, meistens jedoch keins gesehen, in diesem Jahr dagegen bis zu drei Tieren an einem Abend und das schon über mehrere Wochen hinweg.

Nach einer Webseite der Uni Jena wird Licht unterschiedlicher Wellenlänge ausgestrahlt, was die fast weiße Farbe des Lichtes erklären kann.

In der Roten Liste oder der Bundesartenschutzverordnung ist dieser Käfer nicht aufzufinden.