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Neu ein Zahnspinner Ende November

Zahnspinner hatte ich bis jetzt nicht in meiner Sammlung. Am 18.11. hing er um 23 Uhr an meiner Fensterscheibe: Ptilophora plumigera (Herbst-Zahnspinner),  wie sich in der Facebook-Gruppe Einheimische Schmetterlinge herausstellte. Einmal wurde der Falter in letzter Zeit in Hinterzarten beobachtet, sonst gibt es für den Hochschwarzwald nur Fundmeldungen von vor 1945. Er steht nicht auf der Roten Liste. Besonders auffallend sind bei den Männchen die doppelseitig gekämmten Fühler.

Ptilophora plumigera (Herbst-Zahnspinner)
Ptilophora plumigera (Herbst-Zahnspinner)
Ptilophora plumigera (Herbst-Zahnspinner)

Magerrasen-Perlmutterfalter — Boloria dia, der 60. Tagfalter im Urseetal

Heute habe ich zufällig einen kleinen Perlmutterfalter im Garten entdeckt. Der Magerrasen-Perlmutterfalter wurde im Urseetal noch nie dokumentiert. Die Rote Liste führt ihn unter stark gefährdet.

Magerrasen-Perlmutterfalter
Bolorai dia
Magerrasen-Perlmutterfalter
Bolorai dia

Von den möglicherweise vorkommenden Perlmutterfaltern fehlt jetzt nur der Kleine Perlmutterfalter auf der Liste der Falter im Urseetal.

Neue und schon bekannte Libellen im Urseetal.

Die erste Libelle habe ich nie vorher im Urseetal gesehen, geschweige fotografiert. Eine Gemeine Binsenjungfer (Lestes sponsa) sagt Sigi Kognitzki. Die Blutrote Heidelibelle war der Libellenfund 2016, heuer ist sie richtig häufig und nicht zu übersehen. Männchen und Weibchen. Vom letzten Tier sagt Sigi K., dass es ein nicht ausgefärbtes Exemplar von der Schwarzen Heidelibelle (S. danae) ist. Die Blaugrüne und die Braune Mosaikjungfer (Aeshna cyanea und A. grandis) waren auch da, aber ließen sich nicht fotografieren. Nur die Braune Mosaikjungfer steht auf der Roten Liste (Vorwarnstufe)

Lestes sponsa – Gemeine Binsenjungfer

 

Sympetrum sanguineum – Blutroe Heidelibelle männl.
Sympetrum sanguineum – Blutrote Heidelibelle weibl.

Hochmoorgelbling und Roter Würfel-Dickkopffalter 58. und 59. Tagfalter im Urseetal

Gestern bei der Falterwanderung durchs Urseetal haben wir erst den Roten Würfel-Dickkopffalter und dann auch noch den Hochmoorgelbling fotografiert, beides Falter, von denen, seit dem es Aufzeichnungen gibt, noch nie im Urseetal berichtet worden ist. Die setzen einer sehr erfolgreichen Excursion die Krone auf.

Colias palaeno – Hochmoor-Gelbling
Spalia sertorius – Rote Würfel-Dickkopffalter

Der Hochmoorgelbling gilt als stark gefärdet, der Rote Würfel-Dickkopffalter ist eine Art der Vorwarnliste.

Der Rote Dickkopffalter ist nur 1920 im Osten von Lenzkirch gesichtet worden, sonst gibt es für gesamten Hochschwarzwald keine Fundmeldungen. Das ist für den Hochmoorgelbling anders, er wurde in Feldberg, Hinterzarten oder St. Blasien zuletzt gesichtet.

Nächster Tagfalter (57) im Urseetal: Faulbaumbläuling am 23.03.2017

Beim Spaziergang heute mittag fand ich zwei Trauermäntel, mehrere Kleine Füchse, einen Admiral, wenigstens drei Zitronenfalter und am Haus einen noch nicht bekannten Bläuling: den Faulbaumbläuling (Celastrina argiolus). Wegen des frühen Termins und der klaren Zeichnung ist keine Verwechslung möglich.

Celastrina argiolus – Faulbaumbläuling

(Nachtrag: Der Faulbaumbläuling wurde seit Beginn der Nachweise noch nie in Lenzkirch beobachtet!)

Vorfrühlingsspaziergang im Urseetal

Die gute Nachricht zuerst: frische Fraßspuren vom Biber. Nachdem im letzten Frühjahr das Regierungspräsidium ein Stauhilfe gebaut hat, damit der Wasserspiegel nicht zu hoch wird, waren heuer ganz in der Nähe ein frisch gefällter Baum und Spuren an einem weiteren zu finden. Im Süden des Tales, wo die Sonne noch nicht hintrifft, ist es noch eisig, aber die Nordseite wird jeden Tag voll beschienen und erst Blüten sind auch schon zu sehen. Die erste Hummel konnte ich heute beobachten, einige Fliegen und ein paar Falter, zweimal Kleiner Fuchs und ein Zitronenfalter.

Frühe Falter schon aktiv: Birken-Jungferkind

Nachdem ich gestern und im Februar schon die ersten Zitronenfalter beochten konnte, flatterte mir heute ein neuer Falter vor die Kamera: Ein Birken-Jungfernkind ( Archiearis parthenias). Das ist ein Frühjahrsfalter, so früh allerdings wird er im Bergland allerdings normalerweise nicht beobachtet. Weiterhin habe ich einen Zitronenfalter und zwei kleine Füchse sehen, aber nicht fotografieren können.

Interessante Insekten

Bei der Falterwanderung heute (19.08.2016) war es zu dunkel und kalt, als dass die ganze Falterpracht zu sehen war. Dafür aber bekamen wir heute einige Insekten zu sehen, die nicht alltäglich sind. Die Wanze taucht unter “Bilder von Wanzen” nicht auf , auch nicht in der Insektenbox, wo viele Wanzen beschrieben werden. Zu Hause saß dann ein großer Mochusbock an der Wand: Der Kabelschacht auf dem ersten Bild ist 2,8 cm breit, der Käfer ist etwa so lang ohne Fühler. Insgesamt ist er ein beachtliches Tier.

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Larve der Purpur-Fruchtwanze (Carpocoris purpureipennis)

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Mochusbock – Aromaria moschata (hier mit Blitz)

Falter waren heute auch zu sehen: Sehr frisch Rotkleebläuling und Hauhechelbläuling, auch die Trauermäntel fliegen in der neuen Generation.

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Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus
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Rotklee-Bläuling – Polyommatus semiargus
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Hauhechel-Bläuling – Polyommatus icarus
Trauermantel - Nynphalis antiopa
Trauermantel – Nynphalis antiopa

Esparsetten-Widderchen (Zygaena carniolica) in der Kiesgrube in Kappel

In der Kiesgrube Kappel konnten in diesem Jahr erstmals seit der Erfassung von Schmetterlingen das Esparsetten-Widderchen (Zygaena carniolica) beobachtet werden. Mit dem Thymian- und dem Bibernell-Widderchen hat diese Art gemeinsam, dass sie am späten Nachmittag oder am frühen Abend sich gesellig auf einigen Pflanzen versammelt. Bis zu zehn Falter saßen auf den Blüten des Wilden Majorans. Es war richtig beeindruckend.

Das Esparsetten Widderchen hat seine roten Flecken mit ein silbernen Band umrandet, dazu sind die Flecken von einander abgegrenzt. Anders als beim Bergkronen-Widderchen, bei dem die Flecken zusammenhängen.

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Schmetterlingswanderung vom 12.August 2016

Neben Faltern wie Großes Ochsenauge, Schachbrettfalter, Kleiner und Brauner Feuerfalter, Hauhechel-Bläuling, Kleiner Kohlweißling, Grünaderweißling, Braundickkopffaltern, Admiral, Wachtelweizen-Scheckenfalter, Mädesüß-Perlmutterfalter, Feuriger Perlmutterfalter, waren heute auch zahlreiche Heuschrecken zu sehen: Hier zwei, die noch bestimmt werden müssen.

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Chorthippus biguttulus – Nachtigallen-Grashüpfer (oder ähnlich)
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Stenobothrus lineatus – Heidegrashüpfer

gleichzeitig haben wir zum ersten Mal nicht im Garten die Schwarze Heidelibelle (Sympetrum danae) fotografiert:

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Sympetrum sanguineum – Blutrote Heidelibelle

Wahrend der vergangenen Woche haben wir mehrfach das Weibchen und einmal auch das Männchen dieser hübschen Heidelibelle beobachtet

Schmetterlinge im Mai und Juni

Morgen, 10.6. findet die nächste Schmetterlingswanderung im Urseetal statt. Im Mai waren von den Tagfaltern Silberfleckperlmutterfalter, Grüner Zipfelfalter, Aurorafalter, Zitronenfalter und Kleiner Würfeldickkopffalter immer zu sehen. Von den übrigen Weißlingen war zu Ende des Monats zweimal ein Grünaderweißling zu beobachten, es flogen aber viele andere, nur waren sie nicht zu bestimmen. Aber auch der Trauermantel und der Kleine Feuerfalter waren immer wieder zu sehen. Am Ende des Monats kamen dann der Gelbwürfelige Dickkopffalter, Waldbrettspiel und ein Brauner Feuerfalter hinzu. Tagpfauenauge und Kleiner Fuchs waren nur anfänglich zu sehen.

Nachtfalter flogen erst ab Mitte Mai: häufig Pantherspanner, Flecklaib-Labkrautspanner, Braune Tageule und Tagscheckeule, dazu ein Tageulchen, eine Minifalter.

Für den Juni können wir Scheckenfalter, weitere Perlmutterfalter, evtl auch schon Lilagold- und Violetten Feuerfalter erwarten. Dazu die Wiesenfalter Ochsenauge und Wiesenvögelchen. Jedenfalls soll es morgen warm werden und damit wird es Falterwetter:

Treffpunkt:

11.00 Uhr Grabenstrasse/Spitzhalde, Dauer etwa 2,5 Stunden evtl. auch länger. Die Wiesen sind nass, also geeignetes Schuhwerk anziehen.

Bericht Schmetterlingswanderung

Datum 6.6.2015: Teilnehmer außer mir 6; Wanderung im Urseetal 2:30 Stunden.
Schmetterlinge:
Grüne Zipfelfalter (Brombeerzipfelfalter): mehr als 15;
Zitronenfalter: mehr als 10;
Aurorafalter: mehr als 10;
Tagpfauenauge: mehr als 10;
Trauermantel: mehr als 5;
Kleiner Fuchs: mehr als 5;
Admiral: 1;
Kleiner Feuerfalter: mehrere;
Heidespanner: 1.
Nymphalis antiopa
Trauermantel – Nymphalis antiopa
2016-05-05AuroraFalter-9
Aurorafalter – Anthocharis cardamines
Pyrgus malvae - Kleiner Würfeldickkopffalter
Kleiner Würfeldickkopffalter – Pyrgus malvae
IMGP3415
Grüner Zipfelfalter – Callaphrys rubi
Soviele Grüne Zipfelfalter habe ich noch nie an einem Tag gesehen. Auch die Trauermäntel in dieser Zahl waren neu. Wir sind genau dort gelaufen, wo ich seit Jahren Falter beobachte. Etwas überrascht hat mich das fast völlige Fehlen von Nachtfaltern.
Die auswärtigen Teilnehmer waren äußerst zufrieden

Schmetterlingswanderung im Urseetal

Ab Freitag, den 6. Mai 2016, biete ich freitags, um11 Uhr, wenn es nicht regnet, bis zum 15. August zusammen mit der Hochschwarzwaldtouristik GmbH eine Schmetterlingswanderung an. Treffpunkt ist der Abzweig Grabenstrasse / Spitzhalde in Lenzkirch. Dort hat es Parkplätze. Dauer etwa 3 Stunden. Festes  Schuhwerk empfohlen. Der Beitrag ist 4 Euro pro Person.

Beginn der Schmetterlingssaison

Bei Sonnenschein und 15 °C heute im Urseetal vier Nymphalis-Arten fotographiert, während die Zitronenfalter sich nicht in Sichtweite niederließen: Aglais (Nymphalis) io (Tagpfauenauge), Nymphalis antiopa (Trauermantel), Polygonia c-album (C-Falter), und Aglais urticae (Kleiner Fuchs). Diese Falter flogen, obwohl an dem ganzen Weg unterhalb der Lothar-Lichtung praktisch außer ganz vereinzelt Weiße Pestwurz noch keine Blüte zu sehen war. An der Wiese zur ehemaligen Deponie blühte dagegen Wiesenschaumkraut, doch der Aurorafalter, der daran seine Eier absetzt, war noch nicht zu sehen.

Nymphalis io
Nymphalis io
Nymphalis antiopa
Nymphalis antiopa
Nymphalis urticae
Nymphalis urticae
Nymphalis urticae
Nymphalis urticae
Nymphalis c-album
Nymphalis c-album